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41.  Koͤnnte  der  Friede  allein  ein  Land  gluͤcklich  machen,
so  haͤtten  auf  diesen  so  lange  daurenden  Sturm  die  glücklichsten
  Zeiten  folgen  müssen.  Ueber  sechzig  Jabre  lang
genoß  Iralien  tiese  Ruhe.  Kein  auswärtiger  Feind  stdrte
den  Frieden,  kein  einheimischer  Parthiegeist  die  Rahe.  In
keiner  der  Republiken  entstund  eine  Revolution,  in  keinem
der  Fürstenthümer  ein  Surccessions-Streit  oder  auch  nur  cin
Theilungsgeschäft,  und  nicht  einmal  ein  gefährlicher  Nepoten-Wechsel
  zeigte  sich  im  Kirchenstaat.  Die  Kriegslustigen
nuöten  fremde  Diensie  suchen,  da  sich  unter  den  kleinen
Corps  stehender  regulirter  Miliz,  die  jeder  Italiänische
  Fürst  jetzt  zu  halten  aufieng,  weder
für  den  Adel  noch  für  das  gemeine  Volk  Raum  genug  fand.
Man  kann  sich  daher  auch  wohl  erklären,  woher  das  cinzige
Uebel  kam,  unter  dem  damals  die  Ruhe  sehr  litt.  Denn
die  Landstrassen-Polizei  ist  schwer  zu  erhalten,  wo  des  mülsigen
  Volks  viel  wird,  der  alte  Compagnien=  und  Banden-Geist
  von  den  vorigen  Kriegen  her  rege  geblieben,  und  kein
Fürst  mächtig  oder  thätig  genug  war,  ganze  Schaaren  von  —
Banditen  selbst  in  den  gebürgigten  Gegenden  des  Landes
völlig  auszurotten.

2.  Am  Gedeihen  der  Gelehrsamkeit,  der  Künste  und
Wissenschaften  fehlte  es  guch  gar  nicht,  und  in  allen  Tbeilen
der  damals  zur  Forschung  gekommenen  menschlichen  Kennrnisse,
  die  nicht  unmittelbar  auf  die  losen  Grundlagen  der
Hierarchie  hinzielten,  hatte  Italien  immer  noch  vor  allen
übrigen  Ländern  die  meisten  Männer  vom  ersten  Range.
Doch  man  frage  auch,  wie  es  mit  dem  Ackerbau  und  Haudel
  stund?  ob  die  Bevölkerung  merkbar  zugenommen,  wenn
schon  der  größte  Theil  des  Grundeigenthums  bei  der  todten
Hand  war,  und  neben  den  aljen,  immer  unnützer  werdenden

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