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scheint.  Sonst  ergiebt  sich  aus  demselben,  Karls  Schenkungen
  betreffend,  solgendes:

Karl  hatte  dem  Römischen  Bischof  eine  Bestitigung  der
Schenkungen  seines  Varers  versprochen,  aber  mit  der  Ausfertigung
  oder  Vollziehung  derselben  gezaudert,  und  noch  bis
779  so  gejaudert,  daß  er  ihm  nicht  nur  die  geschenkten  Ländereien
  noch  nicht  eingeräumt,  sondern  auch  manches  Grundstück,
z.  B.  im  Sabinischen,  was  schon  vorher  Römisches  Kirchen-Gut
  gewesen,  noch  immer  nicht  hatte  restituiren  lassen.  783
findet  man  endlich  den  Römischen  Bischof  im  Besitze  vom
Erarchat  und  von  Pentapolis,  aber  unter  Fränkischer
Souverainetät.

787  kamen  neue  Schenkungen  hinzu,  nachdem  Karl  den
Lombardischen  Herzog  von  Benevent  überwunden,  und  zum
Vasallen  gemacht  hatte.  Was  der  letztere  Herzog  in  einigen
Slädten,  die  er  kraft  des  Friedens  an  Karln  abtreten  mußte,
von  Domainen  besessen,  schenkte  Karl  dem  Pabst.  Die  Städte
waren  Capua,  Arce,  Sora,  Arpi,  Aquin  und  Theano,  und
hierzu  erhielt  er  auch  noch  beträchtliche  Grundstücke  in  Thuscien
  (Roselle,  Populonia,  Bagnarea,  Toscanella,  Viterbo  und
Suane).

807  findet  man  in  einem  Schreiben  von  P.  Leo  III.,  daß
Karl  der  Grohe  der  Römischen  Kirche  auch  in  Corsica  Beslbungen
  geschenkt  habe.  An  ganz  Corsica  ist  dabei  nicht  zu  denken.

5.  So  klar  es  übrigens  ist,  daß  diese  Verhältnisse,  wie
sie  zu  Karls  des  großen  Zeit  und  durch  Karlu  den  großen
sich  gebildet  hatten,  auch  noch  ein  Jahrhundert  lang  888
nachher  die  rechtlichen  Verhaͤltnisse  des  Roͤmischen  Bi—
schofs  geblieben,  so  sehr  mußte  sich  doch  nothwendig  während
  dieser  Zeit  die  ganze  Lage  desselben  verändern.  Macht
und  Ansehen  seines  Souverains  verschwand  immer  mehr;
wie  also  die  Macht  aller  subordinirten  größeren  und  kleineren
  Halbsouveraine  stieg,  so  stieg  auch  die  seine.  Nur  war
an  kein  stetes  Sreigen  oder  sortdaurend  sicheres  Wachsthum
äu  denken,  denn  es  wurden  zuletzt  Zeiten  des  Zugreifens  und
wilder  Gewaltthätigkeit,  wobei  ein  Bischof  nothwendig  ver-