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bringen.  Am  Ende  siegte  doch  immer  wieder  der  Bischof,
bald  durch  die  Normaͤnner,  bald  durch  die  Kreuzfahrer,
bald  durch  den  maͤchtigen  Anhang  seiner  eigenen  Familie.  1098
Mit  jedem  neuen  Siege  aber  gewann  er  nicht  nur  sein  vori—

ges  Ansehen  und  seine  vorige  Macht,  sondern  uͤberdieß  noch
einen  betraͤchtlichen  Zuwachs.

Ein  Zuwachs  dieser  Art  zu  Rom  selbst  war  fast  mehr
werth  als  eine  Mathildische  Schenkung,  weil  wenn  noꝛ
auch  ein  ganzes  Territorium  oder  ein  ganzer  Comitat  mit  Nob.
einemmal  zum  alten  Kirchen-Gut  hinzukam,  so  mußte  doch
der  Pabst  gewoͤhnlich  irgend  einen  oder  mehrere  große  Va—
sallen  damit  belehnen.  Man  schien  in  diesem  Zeitalter  die
Kunst  nicht  zu  verstehen,  große  Distrikte  alter  und  neuer
Ländereien  unter  einer  Kammer-Administration  zu  vereinigen.
  Der  Pabst  gewann  also  nur  durch  den  Zins,  den
diese  Vasallen  zu  zahlen  übernahmen,  und  durch  die  treue
Hülfe,  die  sie  gewöhnlich  versprachen,  aber  nicht  gewöhnlich
hielten,  und  durch  die  entfernte,  höchst  ungewisse  Hoffnung,
vielleicht  doch  einmal  das  Lehen  zu  consolidiren.

Memorie  della  Gran  Contessa  Matilda.  da  Fr.  M.  Fiorentini,
II.  Ediz.  con  molti  documenti.  da  G.  D.  Mansi.  Lucca.
1756.  4.  das  Hauptbuch  bei  dieser  Geschichte.

So  viel  auch  bisher  über  die  Mathildische  Schenkung
geschrieben  worden,  ist  man  doch  noch  nicht  im  klaren,  und  es
ist  schwer,  je  recht  ins  klare  zu  kommen,  weil  man  gar  zu  oft
aus  Mangel  von  Urkunden  an  die  Erzählungen  der  Chronisten
sich  halten  muß,  und  diese  entweder  keinen  fixirten  publicistischen
Sprach-Gebrauch  haben,  oder  noch  öfters  ohne  hinlängliche
Kenntniß  der  Sache  bloß  auf  Hörensagen  schreiben.  Auch  haben
  alle  hiehergehörige  Schriftsteller,  die  ich  kenne,  Parthie
genommen,  und  das  Recht  scheint  sich  doch  öfters  zwischen  dem
Pabst  und  dem  Kaiser  zu  theilen,  denn  auch  der  letztere  scheint
manchmal  zu  weit  gegriffen  zu  haben.

Daß  es  seine  ganz  eigene,  vielleicht  für  Romnicht

Spittlers  sämmtl.  Werke  IV.  Bd.  6