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Spanien  verlor  Rom  gewaltig,  und  auch  die  Vergleiche,
die  Benedict  XIV.  schon  vorher  mit  Neapel  und  Sar-1741
dinien  geschlossen,  waren  der  Curie  nicht  guͤnstig.  1742

27.  Daß  man  in  unsrem  Jahrhundert  den  Pabst  als
Territorial-Herrn  zu  kränken  suchte,  wenn  er  seine  verjährten
  geistlichen  Titel  gültig  machen  wollte,  Avignon,  Venaissin
  und  Benevent  hinwegnahm,  wenn  er  wenigstens  noch
gegen  den  Herzog  von  Parma  im  Tone  der  alten  Zeiten  1568
sprechen  zu  dürfen  glaubte,  war  wohl  nicht  der  strengen
Gerechtigkeit  gemäß.  Chedem  nützte  der  geistliche  Monarch
dem  Territorial-Herrn  gewaltig;  jetzt  büßt  oft  der  Territorial=Herr
  für  den  geistlichen  Monarchen.

28.  Auch  in  den  Stürmen  der  Franzbsischen  Revolution
litt  det  Territorial-Herr  wie  der  geistliche  Monarch,  1791
und  noch  kurz  vorher,  ehe  der  Sturm  ausbrach,  entriß  der
König  von  Neapel  dem  Pabst  Rechte,  die  sowohl  1788
der  Territorial,  Herr  als  der  geistliche  Monarch  fuͤr  eine  seiner
  besten  alten  Erwerbungen  ansah,  und  die  man  jetzt  nach
Grundsätzen  binwegnahm,  deren  Verschiedenheit  von  den
Neufränkischen  Rechts-Principien  schwer  zu  finden  seyn
mochte.  Doch  so  reif  auch  der  Territorial-Herr  zur  großen
Staats-Bangqueroute  zu  seyn  scheint,  und  soviel  auch  Pi  uslgg.
VI.  gethan  haben  mag,  dieselbe  zu  beschleunigen,  so  ist  doch  1793
der  geistliche  Monarch  seinem  Ende  noch  viel  näher.  Bei  dem
Territorial-Herrn  kann  die  Art,  wie  er  seine  Banqueroute
macht  oder  vielleicht  derselben  zuvorkommt,  noch  zur  schöneren,
  zuverläßigeren  Existenz  führen,  aber  den  geistlichen  Monarchen
  mag  schwerlich  irgend  eine  neue  Cntwicklung  der
großen  Weltbegebenheiten  retten.