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im  späteren  Mittelalter  oft  verschicden.  Lange  Zeit  herrschte
diesseits  der  Meerenge  eine  andere  Regierung,  eine  andere
jenseits  derselben,  und  selbst  auch  die  Verfassung  des  Lanso
  sehr  sie  sich  allmälig  verähnlichte,  hat  doch  noch
gegenwärtig  merkwürdige  Grundzüge  der  Verschiedenheit.
Neapel  kheilte  gewöhnlich,  in  den  ersteren  Zeiten  des
Zerfalls  des  Weströmischen  Reichs,  sein  Schicksal  mit  dem
übrigen  Italien.  Sicilien  erhielt  oft  seinen  Herrn  aus
56  Africa  herüber,  und  ersi  unter  Justinian  l.  schien  endlich
die  Herrschaft  von  Afrika,  Sicilien  und  Neapel  wieder
  dauerhaft  vercinigt  zu  werden.

2.  Doch  fiel  bald  der  größte  Theil  von  Neapel,  wie
das  übrige  Italien,  den  Longobarden  zu,  und  der  mächtige
Lombardische  Herzog  von  Benevent  ließ  den  Byzantinern
kaum  noch  Ucberreste  ihrer  alten  Herrschaft.  Nur  der  Du.
cat  von  Neapel  und  einige  der  wichtigeren  Seestädte  blieben
den  Griechen.

Chronologi  antiqui  duatuor  cum  appendicibus  bistoricis  opera

Ant.  Caracciosi.  in  Auratori  scr.  rer.  Ital.  T.  V.  u.  I.  verbunden
  mit  der  bistoria  princibum  Longobardorum.  T.  II.

P.  221.  sedd.
Cam.  Peregrinii  dissert.  de  inslilutione,  finibus  ct  descriptione

  antiqui  Ducatus  Bencrentani.  I.  c.  p.  150.  scdd.  Die

beste  Untersuchung  über  diese  Materie.
Z.  Wie  sich  auch  die  Macht  von  Benevent  theilte,
  Salerno  und  Capua  als  eigene  Fürsienthü-340
  mer  entstunden,  und  bei  dem  Zerfallen  des  Karolingischen
  Stamms  die  Machr  der  Italiänischen  Könige  nicht
mehr  zu  fürchten  war,  so  erhub  sich  ein  neuer,  gefährlicher
Feind,  der  leider  nicht.  Macht  genug  harte,  um  schnell  das
ganze  Land  zu  crobern,  und  den  doch  selbst  die  vereinigten
Kräfte  von  Griechen,  Lombarden  und  Franken  nicht  zu  ver-