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cula  a  primo  Normannorum  adventu  in  Apuliam  usque  ad

a.  1090.  in  Murat.  scr.  rer.  Ital.  T.  V.  p.  330.  sedd.

7.  Rasches  weiteres  Zugreisen  der  Normänner,  durch
die  Treulosigkeit  der  schwachen  Griechen  mehr  befördert  als
veranlaßt;  die  neuen  Abentheurer,  die  aus  der  Normandie
ihren  Brüdern  nachkamen,  wollten  auch  ihre  Besitzungen
haben.  Bald  eroberten  sie  fast  ganz  Apulien,  und  die  erste
Verfassung,  die  sie  dort  einrichteten,  war  militärisch.

Vor  allen  übrigen  aber  zeichnete  sich  als  Held  aus  Ro-  1047
bert  Gumsscqard,  einer  der  zwölf  Söhne  des  alten  Tancred
von  Hauteville  in  der  Unter-Normandie.  Wie  ihm  an
Unternehmungs  =  Geist  und  festem  Muth  der  Ausführung
keiner  gleich  kam,  so  auch  keiner  an  Klugheit  und  Schlauheit.
  Was  würde  die  kleine  Anzahl  von  Normännern,  die
verglichen  mit  der  Größe  ihrer  Unternehmungen  und  Eroberungen
  immer  klein  blieb,  dauerhaft  haben  ausrichten,
was  vollenden  können,  wenn  nicht  Robert  die  Kunst  verstanden
  hätte,  die  Bauren  des  Landes  an  sich  zu  ziehen,
und  die  versuchtesten  Soldaten  seiner  Bande  aus  ihnen  zu
bilden?  Der  unerschrockene  Schkaukopf  (Guiscard)
überwältigte  sogar  endlich  alle  übrige  seines  gleichen  unter
den  Normännern,  und  vielleicht  das  größte  Meisierstück  seiner
  und  seiner  Mithelden  Politik  war,  das  eroberte  Apulien
selbst  vom  überwundenen  Pabst  zu  Leben  zu  nehmen,  lo53
überdieß  vorläufig  auch  das,  was  sie  von  Calabrien  unda
Sicilien  noch  erobern  wuͤrden,  als  paͤbstliches  Lehen  sich  ge—
ben  zu  lassen.  Deu  eitlen  Griechen  zum  Tretz  nannte  er
sich  endlich  Herzog  von  Apulien  und  Calabrien.  Seine  jobo
Mithelden  liessen  den  gefährlichen  Titel  sich  gefallen,  den
ihm  auch  der  Pabst  kraft  lehensherrlicher  Autorität  ertheilt
hatte.