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schafft,  das  alte  Königs-Recht  wieder  eingeführt,  und  selbst
auch  im  allgemeinen  Steuer-System  manche  nützliche  Veränderung
  gemacht.  Alles  war  recht  loͤblich,  was  zu
mehrerer  Einschränkung  des  Klerus  geschah,  denn  nie  wurden
  klare  positive  Rechte  geradezu  umgestoßen,  wie  man  zuletzt
  gegen  den  Pabst  that.  Es  war  ein  planmäßiges  sicheres
  Fortschreiren  einer  langsamen  Staats-Reformation.
Nur  allein  Sicilien  scheint  nicht  gedeihen  zu  können,
und  die  scheinbaresten  Veränderungen  sind  hier  doch  am  Ende
dem  Lande  nachtheilig.  Das  Vermögen  auch  der  aufgchobenen
  Klösier  geht  wie  der  Ueberschuß  aller  Seaats-Einkünfte
  und  wie  der  Ertrag  auch  der  heimgefallenen  Lehen
alljährlich  nach  Neapel.  Die  angesehensien  Familien  des
Landes  ziehen  sich  nach  der  Residenz  hin,  und  auf  der  Jnsel
selbst  wird  Palermo,  als  erste  Stadt  so  partheiisch  begünsligt,
daß  allgemeine  Wohlhabenheit  nie  entstehen  kann.
Die  besten  Nachrichten  über  den  neuesten  Zustand  von  Neapel
und  Sicilien  sinden  sich  in  D.  Münters  Reisebeschreis

bung  und
I.  H.  Bartels  Briese  über  Calabrien  und  Sleilien.  I—III.  Th.

Gttingen,  1289.  8.

1780