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gen  von  Untersuchungs-Geist  oder  neuen  politischen  Meinungen
  unterdruͤckt.  Ein  recht  consequentes  System  des
Schreckens  kann  sich  lange  unerschuͤttert  erhalten.

J.  P.  Siebenkees  Versuch  einer  Geschichte  der  Venetianischen
Staats-Inquisition.  Nürnberg,  1791.  8.  von  eben  dem  ausgezeichneten
  Werth,  wie  das  übrige,  was  dieser  Schriftsteller
über  Venedig  geschrieden.

17.  Allmählige  Erwerbungen  auf  dem  festen
Lande  von  Italien  seit  der  letzteren  Hälfte  des  vierzehnten
  Fahrhunderts.  Es  war  ein  seltsames  Gemische  von  Eroberungs-Geist
  und  Monopolien-Sucht,  das  diese  Erwerbungs-Plane
  hervorbrachte.  Der  Levante=  Handel  der  Venetianer
  hatte  um  diese  Zeit  einen  ganz  neuen,  ausserordentlichen
  Schwung  gewonnen,  und  der  Einfluß,  den  dieses  auf
ihre  Territorial,  Politik  hatte,  ist  unverkennbar.

Sie  hatten  nach  vorläufiger  Erlaubniß  des  Pabsis  einen
hoͤchst  vortheilbaften  Tractat  mit  dem  Sultan  von
Sprien  und  Aegypten  geschlossen,  große  Handels-Freiheiten
  in  den  Sprischen  und  Aegpptischen  Sechäfen  erhalten,
und  eigene  Consuls  zu  Alerandrien  und  Aleppo  angesetzt.
Je  leichter  also  der  Einkauf  im  Orient  wurde,  und  je  stärker
  der  Absatz  Italiänischer  Fabricate  nach  dem  Orient  gieng,
desto  ausgebreitetere  Handels-Canäle  mußten  sie  im  Westen
sich  eröffnen.  Wenn  also  auf  dem  festen  Lande  von  Italien
ihr  Territorium  recht  groß  ward,  so  ließ  es  sich  gewiß  durchsetzen,
  daß  viele  Städte  und  Ortschaften  bloß  für  den  Kaufmann
  in  Venedig  fabrictren,  und  bloß  vom  Kaufmann  in
Venedig  ihre  Bedürfnisse  nehmen  durften.  Dies  war  baarer
und  unmittelbarer  Gewinn  für  die  Staats-Casse  und  fär  die
Erbariskokraten.  Deun  jene  gewann  nicht  nur  durch  den  zunehmenden
  Reichthum  sämmtlicher  Stadt-Bürger  und  durch

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