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2.  Man  hat  aber  nicht  Nachrichten  genug,  um  dem
allmäligen  Entstehen  ihres  Handels  und  ihrer  Wohlhabenheit
  recht  Kufenweise  nachzugehen,  aber  klar  ist,  daß
sie  noch  früher  Levante-Handel  hatten  als  die  Venetianer,
und  daß  auch,  noch  che  man  an  den  ersten  Kreuzzug  dachte,

1070  schon  ein  Krieg  zwischen  den  Genuesern  und  Pisanern
  ausgebrochen,  den  gewiß  weit  weniger  ein  Streit  um
Corsica  als  Handels-Eifersucht  veraulaßte.

3.  Auch  ist  unsireitig,  daß  die  Kreuzzüge  eine  große
Epoche  für  Genua  gemacht  haben,  aber  die  Vortheile  waren
mit  Venedig,  Pisa  und  Amalfi  zu  theilen,  und  nicht  gleich
der  erste  Kreuzzug  war's,  der  Vortheile  brachte.

Casfari  ejusque  Continuatorum  Annales  Genuenses  ab  a.  1100-1293.
  in  Muratori  Scr.  rer.  Italic.  T.  VI.

Jac.  a  Voragine  Chronicon  Genuenso  ab  Orbis  originc  ad  a.
1297.  in  Murat.  Scr.  rer.  Italic.  T.  IX.  an  Werth  dem  so  eben

angeführten  ältesten  Chronisten  von  Genug  gar  nicht  gleich.

4.  Die  Territorial-  Erwerbungen  auf  dem  festen  Lande
von  Italien  oder  die  Unionen  benachbarter  Distrikte  und
Grafschasten  mit  dem  Stadt-Gebiet,  die  schon  im  ersten
Viertel  des  12ten  Jahrhunderts  anfiengen,  gaben  nothwendig
  neue  Veranlassungen  zu  neuen  Fehden  mit  Pisa,  denn
diese  rivalisirenden  Städte  wurden  Gränz-Nachbarn,  sobald
sich  die  Genueser  des  Golfo  de  la  Specia  versichert  hatten.
Es  gab  geiten,  da  Montferrat,  Monaco,  Nizza,  Marseille
  und  der  größte  Theil  der  Provengalischen
Küste  den  Genuesern  gehbrte.

5.  Wie  bei  den  großen  Bewegungen,  die  Kais.  Frie-1153
  derichs  I.  Projekte  im  Italiänischen  Reich  veranlaßt

haben,  Venedig  und  Pisa  die  Parthie  der  Lombardischen

Städte  hielten,  so  nahm  Genua  keiserliche  Parthie,  und

das  Schicksal  von  Genua  wäre  höchst  glänzend  geworden,

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