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genug,  der  Parthie-Wuth  zu  steuren,  oder  eine  haltbare
Coalition  der  Parthien  zu  Stande  zu  bringen.  Es  half  auch
nichts  zum  letzteren  Zweck,  wie  man  endlich  dem  Doge  ein
Conseil  von  zwoͤlf  Maͤnnern  zur  Seitessetzte,  1344
sechs  aus  dem  Adel  und  sechs  aus  dem  Volk;  den
es  lag  zu  tief  im  ganzen  Wesen  der  Stadt,  daß  nicht  Friede
werden  konnte.  Der  Proprietairs  in  der  Stadt  waren  verhältnißmäßig
  nur  wenige,  selbst  die  angesehensten  Familien.
trieben  Handel  #und  nährten  sich  vom  Handel,  und  der
Kaufmann,  der  Genua  mehr  als  seinen  Stapel  denn  als  seine
Vaterstadt  ansah,  überließ  sich  ungezwungen  und  unbezwingbar
  den  wildesten  Erplosionen  des  Parthie-Geists.

11.  Wollte  kein  Mittel  mehr  helfen,  die  Ruhe  wiederherzusiellen
  oder  zu  erhalten,  so  übertrug  man  einem  frem  den
Herrn  die  Oberherrschaft.  Man  hoffte,  der  Fremdling,
  der  noch  zu  keiner  Parthie  gehdre,  werde  keine  Parthie
nehmen,  und  wer  keine  Parthie  halte,  werde  bei  allen  Parthien
  Gehorsam  finden.  Allein  die  Erfahrung  zeigte  in  mehr
denn  einem  Falle,  daß  wer  an  keine  Parthie  sich  anschloß,
auch  durchaus  nichts  ausrichten  könne,  und  wer  sich  seine
Parthie  wählte,  konnte  höchstens  nur  auf  kurze  Zeit  die  Oberherrschaft
  bechaupten.  Wie  sich  auch  in  manchen  Staaten  allgemeine
  Ruhe  und  Gehorsam  aus  der  glücklichen  Macht  der
Gewohnheit  erklären  läßt,  so  ist  eben  dasselbe  Princip  in  auderen
  Staaten  eine  der  Hauptursachen  der  Anarchie.

1353  —61.  war  Erzbisäof  Johann  Visconti  Herr  von  Mai—
land,  oberster  Magistrat  in  Genua.

1396.  unterwarfen  sich  die  Genueser  bem  Kön.  Karl
VI.  von  Frankreich.  1409.  entledigten  sie  sich  in  einem
wilden  Sturme  der  Französis.  ven  Herrschaft,  und  machten  den

Marg.  von  Montferrat  zu  ihrem  obersten  Magistrat.  1412  wurde
die  Doge-Regierung  wiederhergestellt.