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Turin  und  Asti,  die  zwar  nicht  Mitglieder  des  Lombardischen
Buudes  waren,  auch  nicht  den  Costnitzer  Frieden  mitgeschlos—
sen  hatten,  aber  selbst  von  Kais.  Friederich  I.  sehr  beguͤnsiigt
wurden,  weil  die  Grafen  zu  Aleranders  III.  Parthie  gehörten.
  Doch  erhalten  sich  diese  im  Besitz  ihrer  Güter  und
Rechte,  und  Friederichs  Sohn  Kön.  Philipp  schenkt  ihnen
noch  Quiers  und  Testone  im  Piemontesischen  und
Moudon  im  Waatlande.  72%

5.  Auch  unter  Kais.  Friederich  II.  vermehren  sich  ihre  *“")
Besitzungen  diesseits  und  jenseits  der  Alpen.  Die  Municipalität
  von  Turin  unterwarf  sich  endlich;  der  Bischof  von  1244
Lausanne  trat  mehrere  seiner  schönsten  Ländereien  ab,  und
die  Grafen  von  Grpers  huldigten  als  Vasallen.  Wenn  auch
schon  das  Vicariar,  das  Friederich  IIl.  dem  Graf  Amadäus
übertrug,  noch  keine  sortdaurende  Rechte  an  das  Haus
brachtr,  so  ist  es  doch  ein  Beweis  der  damaligen  Macht
desselben.

Ob  es  wahr  ist,  daß  Kais.  Friederich  II.  1238.  Chablais  und

Aosta  zu  Herzogthümern  gemacht  habe?

Fr.  Mar.  Ferrero  istoria  dell’  augusta  citta  di  Torino.  Torino.
  1712.  tol.

6.  Die  Erwerbungen,  die  Graf  Peter  machte,  und.2#3.
die  sein  Neveu  der  Deutsche  König  Richard  sehr  begünstigte,208
giengen  zwar  bloß  in  kleinen  Parthien  ein,  aber  ihre  letzte
Summe  war  sehr  beträchtlich.  Die  Baronie  Faucigny  erhielt
  er  durch  seine  Vermählung.  Die  Grafen  von!
Genf,  von  Gryers,  die  Bischöfe  von  Lausfanne  und  von  Sitten,
  und  der  Abbt  von  Peterlingen  mußten  Vergleiche  und
Tractate  eingehen,  deren  letztes  Resultat  dem  Grafen  vortheilhaft
  war,  und  Kön.  Richard  schenkte  ihm  noch  alle
Güter,  die  Graf  Herrmann  der  jüngere  von  Ki-233

