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Alpen,  daß  der  Herzog  mehr  nur  auf  Erhaltung  des  erworbenen
  als  auf  neue  Erwerbungen  bedacht  seyn  konnte.  Dauphiné
  und  Provence  wurden  mit  der  Französischen  Krone
consolidirt;  statt  des  Delphins  und  Grafen  von  Provence
war  jetzt  also  der  mächtigste  König  sein  Nachbar.  Im  Pays
de  Vaud  drohte  erst  die  Burgundische  Macht  und  bald  die
noch  viel  gefährlichere  Vergrößerungs=  Sucht  der  Helvetischen
Republiken.  Auch  jenseits  der  Alpen  wurde  der  König  von
Frankreich  als  Herzog  von  Mailand  und  Herr  von  Genua
von  allen  Seiten  sein  Nachbar.
1504-  12.  Herz.  Karl  III.,  Bruder  Philiberts  II.  verliert
1553  auch  wirklich  bei  den  Kriegen  Karls  V.  und  Franz  l.,  die
bloß  dem  Besitze  von  Mailand  gelten  sollten,  den  besten
Theil  seiner  Länder,  und  erst  im  Frieden  von  Chateau  Cam-1553
  bresis  wird  sein  Sohn  Emanuel  Philibert  in  alle  seine
1574  Staaten  wieder  eingesetzt.  Den  härtesien  Verlust  aber  konnte
der  Friede  nicht  ersetzen.  Genf  und  die  schönen  Besitzungen
an  der  Osiseite  des  Jura  giengen  in  diesem  Sturme  verloren.

1531.  gab  Karl  V.  dem  Hause  Savoyen  die  Gr.  Asti  und  das

Marg.  von  Ceve  sammt  dem  zugehbrigen  Vicariat.

13.  Vergebliche  Projecte  H.  Karl  Emanuels  des
1580Großen  die  Helvctischen  Religions-Zwistigkeiten  schlau  zu
1630  hegen,  um  gelegenheitlich  die  verlorenen  Besitzungen  seines

Hauses  durch  List  oder  Gewalt  reuniren  zu  können,  und  bald
nachher  ähnliche  Versuche,  von  den  ligistischen  Unruhen  in
Frankreich  Nutzen'  zu  ziechen.  Die  Helvetier  aber  vergaßen  ihr
Gemein-Interesse  nicht,  und  Henrich  IV.  wußte,  was  er  der
Würde  seiner  Krone  schuldig  war.  Karl  Emanuel  behielt
60#  zwar  das  Marq.  Saluzzo,  mußte  aber  im  Lyoner  Frieden

712.  Bresse,  Bugey,  Ger  und  Valromey  an  Frankreich  abtreten.
an.