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18.  Karl  Emanuel  III.  gewinnt  waͤhrend  seiner  Re-,

gierung  in  jedem  Kriege,  an  dem  er  Thell  nimmt,  ein  neues
beträchtliches  Stück  Landes.  **

Im  Wiener  Frieden  bleibt  ihm  Tortonese  und  Novarese;
  im  Wormser  Vertrage  erkauft  Maria  Theresia  seine
Hülfe  durch  Abtretung  von  Vigevanasco,  der  Gr.  Anghiera
und  eines  Theils  von  Pavese.  Ob  auch  schon  der  Theil  von
Piacenza,  der  ihm  damals  zugesichert  worden,  nachher.  nicht
heimfiel,  so  bezahlte  doch  Frankreich  dafür.

10.  Alles  was  kluge  Staats-Oekonomie  vermochte,  um
einen  überspannten  und  großentheils  übel  eingerichteten  Militär-Etat
  mit  dem  Wohl  der  Unterthanen  in  diesem  Lande
zu  vereinigen,  geschieht  unter  dieser  Regierung.  Auch  die
Geistlichkeit  erfährt  daher  Reformen,  die  sich  auf  ihre  strengere
  Subordination  unter  die  kbnigliche  Gewalt  und  reichhaltigere
  Steuerbeiträge  derselben  beziehen;  aber  das  Grund-Uebel
  war,  daß  Dinge  dieser  Art  vereinigt  werden  sollten.
Seit  der  Union  der  Häuser  Bourbon  und  Habsburg  verschwand
ohnedies  jede  Hoffnung  einer  weiteren  Vergrößerung,  denn  —
Genua  stund  unter  dem  heiligen  Schutze  des  Vôlkerrechts
und  dem  vielleicht  noch  wirksameren  Schutze  der  Eifersucht
der  großen  Mächte.

20.  Victor  Amadäus  III.  war  schon  47  Jahre  alt
wie  er  seinem  Vater  folgte,  und  die  Ministerial-WVeränderungen,
  die  er  bald  nach  Antritt  seiner  Regierung  machte,
schienen  keine  Fortsetzung  der  Regierung  seines  Vaters  zu  versprechen.
  Doch  bleibt  er  ihr  in  den  weisen  und  —  fehlerhaften
  Maßregeln  in  der  einheimischen  Administration  ganz
treu,  und  bei  der  wilden  Kriegs-Erklärung  des  Franzdsischen
National-Convents  zeigt  sich  eine  Schwäche  des  Militär-Etats
und  der  Finanzen,  die  man  nach  44  Jahren  des  Friedens

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*  1773