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briken  beruhte,  bald  nicht  nur  groͤßer  als  in  den  schoͤnsten
  Zeiten  der  Republik,  sondern  auch  gleicher  durch  das
ganze  Land  vertheilt.  Die  Bevdlkerung  von  Pisa  stieg  während
  seiner  Regierung  bis  aufs  Dreifache.  Eben  so  hoch
stiegen  auch  die  gesammten  Staats-Einkünfte,  und  neben
den  größten,  kostbarsten  Werken,  die  er  während  seiner  Regierung
  ausführte,  neben  beständigen  Vertheidigungs-Ansialten,
  die  er  zu  See  und  zu  Land  unterhielt,  war  er  doch  an
Baarschaft  und  Activ-Capitalien  der  reichste  Fürsi  in  Europa.
Nichts  litt  während  seiner  Regierung  als  der  Ackerbau,  denn
er  selbst  war  Banquier  und  Kaufmann;  er  hatte  also  auch
die  einseitigen  Begriffe  von  Staats-Oekonomie,  die  gewohnlich
  Männern  dieses  Standes  eigen  sind.

1569.  Großberzoglicher  Titel  vom  Pabst  ertheilt.  Erst  1576

ließ  der  Kaiser  das  Diplom  ausfertigen,  worinn  sämmtliche

Lande  von  Florenz  und  Sieng  zu  einem  Großberiogthum
Toscana  vereinigt  wurden.

23.  Unglückliche  häusliche  Verhältnisse  seines  Sohnes
und  Nachfolgers  Herz.  Franz  und  der  ganzen  grohherzog-1358
lichen  Familie.  Der  ränkevollen  Bianca  Capello  war!  *
es  endlich  gelungen,  Gemahlinn  des  Großherzogs  und  selbst
Großherzoginn  zu  werden.  Leider  aber  oerdiente  keiner!52
der  Minister,  die  sie  ihrem  Gemahl  gab,  ihren  Schutz  und  Sct.
ihr  Zutrauen,  und  sie  selbst  hatte  in  früheren  Jahren  Veranlassung
  genug  gegeben,  daß  man  auch  da,  wo  sie  völlig
frei  von  Betrug  war,  immer  neuen  Betrug  argwöhnen  konnte,
und  selbst  der  Bruder  und  Nachfolger  des  Herzogs  leicht  durch
Anklagen  aller  Art  irre  geführt  werden  mußte.

Lebensbeschreibung  der  Bianca  Capello  de  Medici,  Großberzoginn
von  Toscana.  Aus  Urkunden  bearbeitet  von  J.  P.  Siebenkees.
Gotha,  1289.  8.  Wer  wahre  Geschichte  wissen  will,  findet
sie  in  keiner  andern  Biographie  der  Bianca  Capello  als  in  dieser.