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Ohne  die  Benutzung  solcher  Quellen  wäre  es  unmoͤglich
  gewesen,  daß  der  Großherzog  von  Toscana  der  reichste
Baarschafts-Besitzer  und  der  groͤßte  Capitalist  unter  allen
Fuͤrsten  und  Königen  in  Europa  hätte  bleiben  koͤnnen,  denn
sein  Land  allein  konnte  keinen  so  großen  jährlichen  Ueberschun
abwerfen,  vollends  bei  den  prachtvollen  Lurus-Unternehmungen
  und  gemeinnützigen  Projecten,  die  Franz  II.  und.  Ferdinand
  I.  ausgeführt  hatten.

1604.  die  Gr.  Pitigliano  erworben,  und  vom  Kaiser  als  Lehen
erhalten.

26.  So  gut  berechnet  das  System  der  Staats,  Ockonomie
  dieser  Grohherzoge  war,  so  schlau  war  auch  ihre  Politik.
Sie  wanden  sich  so  künstlich  zwischen  dem  Spanischen  und
Französischen  Hofe,  daß  so  fest  auch  bald  jener  bald  dieser
die  Elientel-Bande  anzuziehen  suchte,  so-  entgieng  doch  der
Großherzog  dem  Spanischen  Hofe  durch  Hölfe  des  Franzdsischen,
  und  dem  Französischen  bald  durch  Hülfe  des  Spanischen,
  bald  durch  schlauen  Einfluß  auf  die  eigenen,  inneren
Verhältnisse  desselben.

27.  Noch  blieb  auch  alles  unter  Cosmus  II.  Allähr-1000.
lich  kam  wie  vorher  eine  bestimmte  beträchtliche  Summe  in  1621
den  Schatz;  der  Handel  von  Livorno  blühte  mächtig  auf,
und  der  Levantehandel  gedieh  unter  dem  Schutze  der  Stephans-Ritter;
  auch  entwickelten  sich  selbst  am  Hofe  des
Großherzogs  Künsie  und  Wissenschaften  bis  zu  einer  Bläthe
  von  Philosophie,  der  man  nach  ihrem  ersten  damaligen
  Pflegevater  den  Namen  der  Galileischen  geben  mochte.
Es  schien  überdieß  mehr  gute  als  nachtheilige  Folgen  haben
zu  müssen,  daß  der  Großherzog  all  sein  Geld  aus  dem  Handel
  zog,  und  die  reichsten  der  auswärtigen  Florentinischen
Handelsleute  mit  ihren  Capitalien  zuräckkamen,  und  Landgü-Spittler's

  simmtl.  Werke.  IV.  Bd.  11