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627  ter  kauften.  Unter  dem  Nachfolger  Ferdinand  II.  aber
entstund  der  traurigste  Wechsel  der  Dinge,  so  glaͤnzend  auch
noch  ein  Theil  des  aͤusseren  blieb.

1621-  28.  Schon  waͤhrend  der  Vormundschaft  gieng  der

1628  großte  Theil  des  gesammelten  Schatzes  verloren;  die  Geistlichkeit
  kam  durch  den  Einfluß  des  päbstlichen  Hofes  zu  einer
  Uebermacht,  die  man  bisher  nie  in  Florenz  gekannt  hatte,
und  deren  traurigster  Beweis  die  Erziehung  des  Nachfolgers
wurde.  Selbst  auch  Galiläi  mußte  endlich  büssen.

1073.  Bald  zeigte  sich  überdies,  daß  Ferdinand  II.  die
wohlgeübte  Kunst  seiner  Voreltern  zwischen  der  Spanischen
und  Französischen  Parthie  sich  schwebend  zu  erhalten,  völlig
vergessen  habe.  Er  erklärte  sich  ganz  entschieden  für  Spanien,
  und  grosse  Summen,  die  zum  besten  des  Landes  hätten
  verwandt  werden  sollen,  giengen  nach  Wien.  Der  alte
Reichthums-Ruf  des  Großherzogs  von  Florenz,  den  er  eitel
genug  war,  behaupten  zu  wollen,  mußte  sein  Unglück  werden.
  Endlich  kam  noch  Pest  und  Hungersnoth  im  Lande
hinzu,  und  was  mehr  noch  als  Pest  und  Mißwachs  Schaden
  that  —  verbehrte  Maaßregeln  der  Regierung,  dem  allgemeinen
  Zerfalle  zu  steuern.

1670  29.  Cosmus  III.;  ein  Regent,  wie  die  Moͤnche  sie  er-1723

  ziehen,  und  zur  Strafe  des  Landes  wurde  er  81  Jahre  alt!
Man  erhub  das  Geld,  das  auf  unnütze  Pracht  und  Stiftung
neuer  Klosier  und  Pensionirung  von  Proselpten  verwandt
wurde,  durch  unerträgliche  Abgaben  von  den  Unterthanen,
und  je  weniger  bei  der  abnehmenden  Wohlhabenheil  des  Landes
  die  alten  Steuern  abwarfen,  desto  härter  trieb  man  ihre
letzten  Reste  ein,  und  desto  gieriger  erfand  man  neue.  Alles
Gott  und  der  Kirche  zu  vermeinten  Ehren,  wie  sich  auch  der
Großherzog  aus  gleicher  Absicht  in  die  heiligsten  Familien=