165

33.  Unter  dem  ersten  Großherzog  des  neuen
Hauses  konnte  sich  das  Land  nicht  schunell  erholen,  so  biellr-3741
auch  vom  alten  Geist  der  Mediceischen  Staats-Oekonomie  17  765
auf  ihm  ruhte.  Er  residirte  nie  im  Lande,  und  der  Gewinn
seiner  Cassen  ergoß  sich  selten  wieder  in  das  Land  zurück,
weil  er  ihn  in  großen  kaufmännischen  Unternehmungen  belser
  nutzen  zu  können  schien.  Auch  mochte  seine  Toscanische
Casse  oft  in  einzelnen  kritischen  Momenten  den  Bedürfnissen
der  Oesterreichischen  Staatscassen  zu  Huͤlfe  kommen.  Die
feierliche  Sanction,  daß  Toscana  mit  der  Oesterreichischen
Monarchie  nie  zu  ein  em  Regenten.  vereinigt  werden  solle,
war  wohl  die  größte  Wohlthat,  die  während  seiner  Regierung
  dem  Lande  widerführ.

34.  Großherzog  Peter  Leopold.  Das  Compte  1765.
rendu  von  seiner  Regierung  mußte  die  schoͤuste  Geschichte  der  1790
Palingenesie  des  Landes  werden.  Er  sorgte  für  das  Wohl
seines  Volksoft  selöst'mite  der  Detail-Sorgfalt,  wie  ein  Hausvater
  für  seine  Familie,  und  seine  Stats  -Verwaltusi)  war
zum  Theil  auch  das  Nesüliat  von  Eihefiihenten##  Wie  er
als  Koͤnig  von  Ungarn  und  Böhmen  und  Regent  der.  Oesterreichischen
  Staaten  seinem'  Bruder  Joseph  folgte,  überließ

  er  Toscana  seinem.  zweitem  Prinzen  Joseph.  100
Governo  della  Toscana  sctto  M  retzuo  di  S.  M.  il  Re  Leopoldodi  i.
II.  Firenze  1791.  4