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neue  Eroberung  den  alten  Besitzungen  des  Pabfts  nicht  unmittelbar
  sich  anschloß.

3.  P.  Paul  III.  erhub  das  eroberte  Stück  Landes  zum  1543
Herzogthum,  und  belehnte  damit  seinen  natürlichen  Sohn  Pet.
Alops.  Farnese.  Ob  der  Pabst  ohne  Einwilligung  des  Kaisers
  als  obersten  Lehnsherrn  eine  solche  Veränderung  machen
durfte?  Ob  ein  Pabsi  zu  einer  solchen  Zertrümmerung  seiner
Kirchen-Ländereien  berechtigt  seyn  konnte?

4.  Nach  der  Ermordung  des  ersten  Herz.  Peter  1547
Aloysius  gelangt  sein  Sohn  Ottavio  kaum  durch  neun  1556-jährige
  Negotiationen  zum  Besitz.  Den  Pabst  zwang  zwar  6“
der  Französische  Hof  zur  baldigen  Restitmion  von  Parma;
was  aber  Karl  V.  hatte  besetzen  lassen,  wurde  erst  1556.  restituirt.
  Belehnung  des  Herzogs  zu  Gent.

5.  Ottavio's  Sohn,  Alexander  Farnese,  glänzt  miti586-großem
  Kriegsruhm  in  der  Geschichte.  Seinem  Enkel  Herz.  1592
Odoard  I.  haben  bloß  seine  Schulden  und  die  Verpfän,  1622=dung
  von  Castiro  und  Ronciglione  berühmt  gemacht.  1010
Der  Pabst  zog  endlich  das  Pfandschaft  -Stück  ein.

6.  Wie  1731.  mit  Herz.  Anton,  dem  Enkel  Odoards  1.
der  Farnesische  Mannsstamm  ausstarb,  belehnte  der  Kaiser
den  Spanischen  Infanten  Don  Carlos  mitdiesen  Reichslehen.

So  war's  schon  zwölf  Jahre  vorher  unter  den  großen  Europäischen
  Mächten  ausgemacht  worden.

7.  Ein  neuer  Krieg  zwischen  Oesterreich  und  Bourbon,
den  die  polnische  Königswahl  veranlaßte,  verschafft  dem  Oesterreichischen
  Hause  den  Besitz  dieser  Herzogthümer.
Wie  aber  das  Gesammt--Haus  Bourbon  auch  wieder  am  Oesterreichischen
  Successions-Kriege  Theil  nahm,  so  erhält  der  jüngere
  Spanische  Prinz,  der  Insant  Philipp,  Parma,  Pia.  1748.
cenza  und  Guastalla.  Weil  auch  der  Fall  nicht  eintraf,  den  165

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