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Osmanisches  Reich.

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C.  W.  Lüdeke  Beschreibung  des  Türkischen  Reichs.  I.  Th.  S.
308  —434.  II.  Th.  S.  93—  272.  enthält  eine  ziemlich  vollständige
Litteratur  der  Werke,  die  zur  Kenntniß  des  Türkischen  Reichs
gehören.  Schade,  daß  sich  der  Verf.  um  das,  was  die  Geschichte
der  Osmanischen  Türken  betraf,  weniger  bekümmerte,  als  um
Reisebeschreibungen.

Annales  Sultanorum  Othmanidarum,  a  Turcis  sua  lingua  scripti
(bis  1550.),  a  Jo.  Lcrunclavio  latine  redditi.  Ed.  II.  Francof.
  1596.  fol.  Ein  Reisender  brachte  1551.  das  Türkische  Manuseript
  aus  dem  Orient  mit;  Kais.  Ferdinaud  I.  ließ  es  ins
Deutsche  übersetzen,  und  Löwenklau  revidirte  nicht  nur  diese  nach
dem  Original,  sondern  gab  auch  noch  bei  seiner  lateinischen  Uebersetzung
  eine  Continuatlon  der  Geschichte  der  letzten  37  Jahre
(1550  1587.).  Ueberdieß  fügte  er  unter  dem  Namen  Pandectes
  historiae  Turcicac  einen  sehr  weitläusfigen  Cemmentar  bei,
worinn  die  Nachrichten  der  Dürkischen  Annalen  mit  den  Nachrichten
  der  Griechen,  Lateiner,  Taliäner  und  anderer  abendländischen
  Historiker  verglichen  find.  Schade,  daß  niemand  von  allen
  denen,  die  seit  dieser  Zeit  die  Dürkische  Geschichte  bearbettet
  haben,  eine  ordentliche  Nachlese  anstellte.  Sie  müßte  sehr
reichhaltig  ausfallen;  denn  Löwenklau  hat  nicht  einmal  alles,
was  zu  seiner  Zeit  schon  gedruckt  war,  vollständig  benutzt.
Meines  Wissens  sind  diese  Annalen  die  einzige  Türkische
Chronik,  die  wir  haben;  denn  was  dem  Etat  general  de  TEmpire
  Otoman,  den  de  la  Croir  (Paris,  1005.  8.)  herausgegeben,
als  Uebersetzung  des  Türkischen  Geschichtschreibers
Husseyn  Efendoy  beigefügt  ist,  wird  schwerlich  einen  kundigen
  Mann  als  Uebersetzung  täuschen.  Vielleicht  entstehen