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gaßen  bald,  wie  kuͤnstlich  man  mischen  und  theilen  muͤsse,
wenn  nicht  Menschen  dieser  Art,  durch  Sprache  und  Landsmannschaft
  und  gleiche  Gefühle  innig  verbunden,  ihrem  eigenen
  Herrn  höchst  furchtbar  werden  sollen.  Sie  mußten  furchtbar
  durch  sich  selbst  werden,  und  furchtbar  als  Werkzeug,  das
jeder  Gouverneur  oder  Garde  Chef,  wena  er  Lust  zum  Selbstregenten
  hatte,  mit  großer  Wirksamkeit  brauchen  konnte,  vollends
  noch  wenn  er  selbst  als  Landsmann  ihnen  zugehbrte,
wie  fast  gewöhnlich  der  Fall  war.

4.  Der  Revolutionen,  die  hieraus  entsprangen,  wurden
viele;  in  Aegypten  und  Syrien  warfen  sich  Türkische  Dynastien
  auf,  und  der  Calife  selbst  wurde  oft  von  seinen  Garden
als  Sklave  behandelt.  Doch  gieng  lange  Zeit  aus  allen  diesen
  Revolutionen  kein  neues  fortdaurendes  Reich  hervor,
und  das  neue  Reich,  dem  bald  das  schdne  südwestliche  Asien
ganz  unterworfen  wurde,  bildete  sich  nicht  von  Bagdad  aus,
sd  leicht  es  dort  einem  kühnen  Emir  al  Omrah  zu  seyn  schien,
der  Stifter  desselben  zu  werden.  Gerade  vom  Orus  her  kam
wieder  das  neue  Schicksal  des  sädwestlichen  Asicns.

5.  Ein  siegreicher  Türkischer  Hordenführer  Mahm  udiooo
hatte,  an  den  Ufern  des  Oxus,  Indus  und  Ganges,  ein  großes
  Reich  zusammenerobert,  und  von  Gazna  aus,  wo  sein
Zelt  stund,  regierte  er  über  Köbnigreiche  diesseits  und  jenseits
  des  hohen  Gebürges,  das  Indien  und  die  Bucharei,
auch  Indien  und  Tibet  von  einander  scheidet.  Mit  ihm
aber  stund  und  fiel  sein  Reich.

6.  Horden  von  Türken  oder  Turkomannen,  die  des
mächtigen  Seldschjuks  noch  mächtigerer  Enkel,  Togrulln
begh  anführte,  und  die  grossentheils  ehedem  schon  dem  Sul'ro#
kan  von  Gazna  gedient  hatten,  entrissen  seinem  Nachfolger

Spittlers  saͤmmtl.  Werke  IV.  Bd.  12