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liche  Vollendung.  Keines  aller  Europäischen  Reiche  hatte  damals
  ein  gutes  Infanterie-Corps,  und  ein  Corps,  wie  dicses
  gebildet,  mußte  unüberwindlich  seyn.  Ueberdies  waren.
die  Haupttheile  des  großen  Erziehungs-Instituts,  das  bei  der
Erhaltung  des  Janitscharen-Corps  zum  Grunde  lag,  nicht
bloß  auf  die  militärischen  Bedürfnisse  des  Reichs  berechnet:
sondern  es  konnte  dem  Staat  an  kundigen  und  weisen  Männern
  aller  Art  nicht  fehlen,  so  lange  dieses  Institut  bei  seinem
  wahren  Gehalt  blieb,  und  nie  ein  Sultan  fehlte,  der  der
Direction  desselben  gewachsen  war.  Freilich  ließ  sich  auch,
wenn  das  Institut  blieb,  der  nahe  Zeilpunct  fast  ausrechnen,
wenn  unter  denen  die  doch  Türken  fort  und  fort  hiessen,
beinahe  nicht  ein  wahrer  Türke  mehr  seyn  werde;
aber  auch  dieses  war  wenigstens  in  Beziehung  auf  das  kriegerische
  System  gewiß  kein  Fehler,  so  lange  man  nur
immer  nach  dem  alten  System  aushub.  Dies  Spstem  ist
auch  erst  im  zweiten  Viertel  des  vorigen  Jahrhunderts  veraͤndert
  worden.

14.  Man  mißt  daber,  so  bald  man  diese  Einrichtung
kennt  und  zu  ihrem  planmäßigen  Flor  emporsieigen  sieht,
ohne  besonderes  Erstaunen  die  großen  Fortschritte  von  Eroberungen,
  die  Murad  und  seine  Nachfolger  in  Asien  und  in
Europa  gemacht  haben.  Der  Religions-Enthusiasmus,
  dem  man  soast  hier  so  viel  zuschreiben  will,  wirkte
weit  weniger,  als  jenes  musterhafte  Institut,  das  nie  in  den
cultivirtesten  Europäischen  Staaten  seines  gleichen  hatte,  und.
nie  leicht  seines  gleichen  bekommen  konnte,  gerade  weil  es
cultivirte  Staaten  waren.  Wo  wirkt  denn  auch  wohl  militärischer
  Enthusiasmus  für  irgend  eine  Religion  dritthalbhundert
  Jahre  lang  ununterbrochen?  und  war  nicht  Murad  I.
eben  so  ssegreich  gegen  die  Seldschjukischen  Emirs  in  Klein=