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asien,  als  gegen  die  Bulgarischen  und  Servischen  Fuͤrsten  in
Europa?  Nach  dem  großen  Siege,  den  er  in  Cilicien  über

den  Caraman-ogli  erfochten,  mußten  sich  alle  kleineren  und  1387
größeren  Türkischen  Emirs  in  Kleinassen  ihm  unterwerfen,
und  gewiß  wäre  ihm,  dem  Eroberer  von  Adrianopel,  1362
der  Kampf  in  Europa,  wo  doch  Religions-Enthusiasmus
seine  Soldaten  beleben  mochte,  unendlich  schwerer  geworden,

als  der  in  Kleinassen,  wenn  er  nicht  auf  eine  Menge  einzelner,

  getheilter  und  kleiner  Königreiche  und  Fürstenthümer,

die  zwischen  Ungarn  und  dem  Byzantinischen  Territorium
lagen,  zu  seinem  und  seiner  Mithelden  Glück  getroffen  wäre.
Wie  sich  endlich  einmal  der  ganze  Schwarm  dieser  getheilten
Herren,  unter  der  Anführung  des  Despoten  von  Servien,
zum  entscheidenden  Kampf  vereinigte,  so  ward  bei  Cassova

in  Seroien  eine  Schlacht,  so  hartnäckig  und  blutig,  1389
wie  wenige  selbst  in  dieser  Geschichte  vorkommen.  Murad  Jun.
selbst  blieb  auf  der  Wahlstatt.

15.  Doch  sein  Sohn  Bajazet  I.  verdiente  seinen  Bei-1389.
namen  Blitz.  Er  eroberte  in  ein  paar  Feldzuͤgen  nach  ein,  1403
ander  einen  großen  Theil  von  Servien,  und  zwang  endlich
den  Despoten  des  Landes  zur  Zinsbarkeit.  Silistria,  Nikopolis
  und  Widdin  fielen  vor  ihm,  und  somit  war  er  Herr  der
ganzen  Bulgarei.  Während  daß  auch  seine  Bassen,  jenseits
der  Donau  in  der  Wallachei,  und  an  der  Östseite  des  Adriatischen
  Meers  in  Albanien,  Bosnien  und  Slavonien,  sich
umhertrieben,  und  andere  wieder  zu  gleicher  Zeit  tief  nach
Süden  herab  in  Griechenland  und  bis  in  den  Peloponnes
eindrangen,  so  machte  er  selbst  Anstalten,  Constantinopel  durch
Hunger  zu  zwingen.

16.  Kön.  Sigismund  von  Hungarn  fuͤhlte  endlich,  daß
er  sein  eigenes  Reich  rette,  wenn  er  Constantinopel  durch