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eine  gluͤckliche  Diversion  befreie.  Allein  der  Tag  bei  Ni-26.
  kopolis  schien  schrecklich  zu  entscheiden,  was  einst  Ungerns
pt.  und  vielleicht  zuletzt  selbst  Deutschlands  Schicksal  seyn  werde,
wenn  die  geographische  Ordnung  der  Eroberungen  auch  diese
Reiche  treffe,  und  unterdeß  die  militaͤrischen  Einrichtungen
derselben  sich  nicht  aͤnderten.

17.  Constantinopel  und  die  wenigen,  zugehoͤrigen  Ueberreste
  des  Byzantinischen  Reichs  schienen  auch  jetzt  ohne  Rettung
  verloren,  denn  glle  Communication  mit  dem  schwarzen
Meere  war  der  Stadt  abgeschnitten,  seit  daß  Bajazet  ein
neues  Fort  gleich  beim  Eingang  in  den  Bosphorus  an  der
Küste  von  Asien  hatte  bauen  lassen.  Doch  verwilligte  er  dem

1401  Paläologen  noch  einmal  einen  Frieden,  dessen  Bedingungen

aber  deutlich  zeigten,  daß  es  nicht  Friede,  sondern  nur  Todesfrist
  sey.  Nichts  blieb  dem  so  genannten  Kaiser,  der  einen
jährlichen  Tribut  von  10,000  Goldstücken  bezahlen  sollte,
als  nur  noch  seine  Residenz,  und  in  Constantinopel  selbst
sollten  die  Türken  ihren  eigenen  Cadi  und  ihre  eigene  Wohnstraße
  haben.  "

Diesen  Frieden  bewilligte  Bajazet,  weil  er  unverzüglich
gegen  einen  furchtbareren  Feind  nach  Asien  eilen  mußte.  Der
Mongole  Timur,  der  schon  seit  langem  zu  Samakand

1669einen  neuen  Thron  aufgerichtet  hatte,  und  am  Indus
  eben  so  hoch  gefürchtet  wurde,  wie  am  Euphrat,  war
mit  einem  ungeheuren  Schwarm  in  Syrien  und  Kleinasien
eingedrungen.  Er  hatte  sich  der  Sache  der  unterdrückien
Seldschjukischen  Emirs  in  Kleinasien  angenommen,  weil  er
wohl  sah,  daß  es  endlich  doch  zwischen  Bajazet  und  ihm  zum
Kampf  kommen  mösse.  ·

1402  18.  Schlacht  bei  Ancyra.  Bajazet  selbst  wird  ge—

20.  fangen,  und  erst  im  Frühling  des  folgenden  Jahrs  verlich