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Sohn  Bajazet  II.  nicht  ausführen.  Zwar  vererbt  sich  der  1481.
militärische  Geist  weit  leichter  vom  Vater  auf  den  Sohn,  1512
und  vom  Vorgänger  auf  den  Nachfolger,  als  jede  andere  ausgezeichnete
  Geistesform,  oder  jeder  andere  Administrations-Plan
  der  Regierung;  doch  behauptet  auch  hier  oft  die  Natur

ihr  Varietäts-Spiel.  Fast  alle  Kriege,  die  Bajazet  II.  während
  seiner  30jährigen  Regierung  führte,  waren  unglücklich;
daher  erwartete  sein  eigener  Sohn  Selim  seinen  Tod  nicht.

28.  Regierung  Selims  I.  und  seines  Sohnes  Sulei-W#.
manns  des  Prächtigen.  54  Jahre  der  glänzendsten  Zeitperiode
  der  Osmanischen  Waffen.

Drei  Hauptmächte  waren's,  gegen  die  der  Sturm  gieng,
und  die  zum  Theil  dem  Sturme  erlagen.  Gegen  Persien
und  Aegypten  wandte  vorzüglich  Selim  l.  seine  Waffen,  und  1571
Ungarn  litt  durch  Suleimanns  Unternehmungen.  1519

In  Persien  war  nehmlich  vor  Kurzem  erst  auf  den
Ruinen  der  Herrschaft  der  Turkomannen  vom  schwarzen  Schoͤps
die  neue  Dynastie  der  Sofis  entstanden,  und  Selim,  der
wohl  wußte,  wie  viel  mehr  Usurpatoren  zu  fuͤrchten  seyen,
als  langgewohnte  rechtmaͤßige  Reglerungen,  nutzte  gleich  die
ersten  Zeiten  der  noch  nicht  consolidirten  neuen  Herrschaft,
und  erweiterte  sein  Reich  bis  nach  dem  Tiger  hin.

Gleich  erfuhr  alsdann  auch  der  Mamelukische  Sultan
don  Syrien  und  Aegypten,  wie  gerecht  seine  Furcht  vor  dem
neuen  Nachbar  am  Euphrat  gewesen.  Die  Schlacht  bei  Halep
entschied  Syriens  Schicksal,  und  die  bei  Cairo  das  Schicksal
von  Aegypten;  der  wilde  Sieger  ließ  den  letzten  Mamelukischen
Sultan  unter  den  Thoren  von  Cairo  aufhenken,  und  daß  seine
40,  o00  Janitscharen  durch  Schlachten  und  Siege  damals  auf
20  zusammenschmolzen,  hielt  er  wohl  nicht  mit  Unrecht
für  Gewinn.  Ihm  verdankt  auch  das  Osmanische