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Die  Türken  haben  ihm  auch  den  Namen  Canuni  (Gesetzgeber)
  gegeben;  allein  es  ist  in  einer  Geschichte,  die  nach
ihrer  ganzen  Quellen-Beschaffenheit  nothwendig  unkritisch  seyn
muß,  sehr  schwer  zu  sagen,  was  in  dieser  Beziehung  seine
wichtigsten  Verdienste  gewesen  seyen.

Zo.  Suleimanns  Kriege  in  Ungarn.  Nach  der
Eroberung  von  Peterwardein  —  seit  daß  Belgrad  Türkisch
war,  der  wichtigsten  Gränz=  Festung  von  Ungarn  —  gieng
Suleimann  über  die  Drau,  und  erfocht  bei  Mohacz  den  1526
entscheidendsten  Sieg  über  Kön.  Ludwig  II.  von  Ungarn.  Der  g.
König  selbst  blieb,  und  eine  streitige  Wahl  des  neuen  Königs
erdffnete  dem  Sieger  die  schönste  Aussicht.  Ferdinand  von
Oesterreich  machte  Ansprüche  auch  als  Gemahl  der  Schwester
des  letzten  Königs,  und  Suleimann  erklärte  sich  für  den  Siebenbürgischen
  Woiwoden  Johann  von  Zapolya,  der  die  Protection,
  die  er  erhielt,  theuer  bezahlen  mußte.  Die  glücklichen
  Vertheidiger  von  Wien  haben  damals  nicht  7529
blos  Deutschland,  sondern  in  der  That  auch  einen  großen
Theil  von  Ungarn  gerettet;  doch  regierte  Suleimann  nach
Johann  von  Zapolya  Tode  weit  den  größten  Theil  von  Nieder-Ungarn,
  durch  seinen  Beglerbegh,  der  in  Buda  refidirte.

A.  6.  Busbequii  Epp.  IV.  legationis  turcicae;  acc.  Solymanni
legatio  ad  Imp.  Ferdinandum.  Oefters  einzeln  gedruckt  und

in  seinen  Werken.  Eine  der  besten  Nachrichten  von  Suleimanns

Hofe  und  der  damaligen  Verfassung  der  Türken.  Der  Verf.

war  Oesterreichischer  Gesandter  an  Suleimanns  Hofe,  und  hielt

sich  sieben  Jahre  in  der  Türkei  auf.

31.  Der  Bogdan  der  Moldau  mußte  dem  Sultan
zinsbar  werden.  Van,  Mosul,  Bagdad  und  Basra  1529
machten  die  östliche  Gränze  seines  Reichs.  Auch  Yemen
wurde  für  ihn  erobert,  und  die  neuen  Besitzungen  an  der  Nordküste
  von  Africa  (Algler  und  Tunis)  verdankte  er  seinem