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sie  spielen  konnten.  Bald  opferte  der  Sultan  den  Großwesir
auf,  bald  ward  er  selbst  noch  vorher  das  Opfer.

36.  Erst  endlich  Murad  IV.,  Achmets  I.  Sohn,  gewann  103
wieder  einige  persèönliche  Achtung,  und  so  denn  behielt  er  auch
eine  längerdauernde  Regierung.  Ihm  war  bei  seinen  öffentlichen
  Leibesübungen  nicht  leicht  ein  Fanitschar  gleich;  nicht
leicht  wagten  es  also  auch  diese  Prätorianer,  ihm  nicht  geborchen
  zu  wollen.  Der  alte,  kriegerische  Ton  schien  wieder
zu  triumphiren,  so  nachtheilig  auch  die  Veraͤnderungen  seyn
mußten,  die  man  beim  Nachziehen  der  jungen  Janitscharen
und  dem  Recrutiren  des  ganzen  Corps  damals  zugab  und
einführte.  Denn  man  spürte  den  Erfolg  dieser  Veränderungen
erst  nach  einigen  Jahrzehenden,  und  konnte  auch  die  volle
Corruption  des  alten  Sysiems  nicht  eher  wahrnehmen,  bis
das  Janitscharseyn  endlich  fast  bis  zur  bloßen  Pension  herabsank,
  und  beinahe  niemand  mehr  zum  Corps  kam,  dessen
Vater  nicht  beim  Corps  gestanden  war.  Noch  war  unter
Murad  IV.  kaum  ein  Anschein,  daß  je  eine  solche  Corruption
einreißen  könnte.  Er  setzte  sich  wieder  selbst  an  die  Spitze
seiner  Armee;  er  führte  sie  siegreich  gegen  die  Perser,  und
eroberte  Bagdad.  Man  fragt  sich  mit  Furcht,  was  aus  Ungarn
  und  Oesterreich  geworden,  wenn  sich  Murad  damals  in
den  gefährlichsten  Zeiten  des  dreißigjährigen  Krieges  mit  sei,
ner  ganzen  Macht  nach  der  Donau  hingewandt,  oder  nicht
schon  im  Zisten  Jahr  sein  Leben  durch  wilden  Trunk  geendigt
  hätte?

P.  Ricaut  histoire  des  trois  derniers  Empereurs  Turcs  depuis
1623  jusqulen  1677.  Trad.  par  M.  Briot.  T.  I—  VI.  à  la
Hape  1700.

37.  Sein  Bruder  Jbrahim  aber,  damals  der  einzig  16Jo.
noch  übrige  des  Osmanischen  Stamms,  war  froh,  wenn  1048

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