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ganz  zu  Tode  suͤndigen.  Die  Masse  und  der  wilde  Enthusiasmus
  der  zusammengetriebenen  Horde  mochten  oft  noch
ersetzen,  was  der  Cultur  und  dem  Verstande  fehlte;  und  eine
Macht,  die  sich  durch  Verwüstung  ihres  eigenen  Landes
schützt,  ist  sehr  schwer  zu  überwinden.  Zum  Glück  war  auch
bisher  unter  allen  ihren  Feinden  keine  Seemacht.

47.  Russischer  Krieg,  in  seinem  letzten,  für  die  1711
Türken  höchst  gläcklichen  Erfolge:  ein  Beweis,  wie  wenig
die  Türken  auch  ihr  Gläck  nätzen  können.  Der  Friede,  den
Peter  am  Pruth  schließen  mußte,  verschaffte  ihnen  zwar  Assof
wieder;  wie  viel  aber  an  Polens  recht  gesicherter  Unabhängigkeit
  liege,  schien  der  Großwesir  nicht  verstehen  zu  wollen.

48.  Den  Venetianern  wird  ganz  Morea  von  den  Türken  1715
hinweggenommen,  ohne  daß  jene  irgend.  eine  Veranlassung
zum  Kriege  gegeben  hatten,  und  Kaiser  Karl  VI.,  als  Mitcontrahent
  des  Carlowitzer  Friedens  und  Alliirter  der  Venetianer,
  nimmt  nothwendig  Theil  an  diesem  Kriege.

49.  Eugens  großer  Sieg  unweit  Peterwardein.  1715
Auch  Temeswar  erobert  er  noch  in  eben  derselben  Campagne,  Aug.
und  die  ganze  Wallachei  unterwirft  sich  ihm.

Im  zweiten  Feldzuge  noch  größerer  Sieg  bei  Belgrad,  *
und  Eroberung  von  Belgrad.  *

50.  Passarowitzer  Friede.  Morea  blieb  den  Tür=  1778
ken,  dafür  behielten  die  Venetianer  die  eroberten  Plätze  in  dul.
Albanien  und  Dalmatien.  Temeswar  und  die  Wallachei  bis
an  die  Aluta  fielen  an  Oesterreich;  und  da  auch  Belgrad
dem  Kaiser  blieb,  so  mußten  die  Türken  auch  ein  beträchtliches
  Stück  von  Bosnien  und  Servien  abtreten.  Nissa,
Widdin,  Nikopolis  und  Sophie  wurden  jetzt  die  Gränzfestungen
  des  Osmanischen  Reichs  gegen  Ungarn.