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66.  Die  Geschichte  des  Oesterreichischtuͤrkischen
Kriegs  täuscht  alle  Erwartungen,  die  man  bei  der  kundbaren
  Beschaffenheit  der  Oesterreichischen  Armee  und  bei  den
Nachrichten,  die  man  vom  Zerfalle  des  Türkischen  Kriegswesens
  hatte,  nothwendig  hegen  mußte.  Denn  der  Erfolg
lehrte,  daß  die  Notorietät  eines  ganz  ungerechten  Kriegs  wohl
manche  Wirkungen  hervorbringen  könne,  die  bei  dem  bisherigen
  Gange  der  Europäischen  Fehden,  und  so  lange  auch  die
Europäische  Politik  noch  einige  Schamhaftigkeit  hatte,  nicht
leicht  entstunden.  Auch  war  die  trefflichste,  zahlreichste  Armee
  durchaus  nicht  im  Stande,  bei  voͤllig  verkehrten  Operationsplanen
  irgend  was  Großes  auszurichten.

1289  stirbt  Abdul  Hhamid  und  es  folgt  Selim.

Sobald  denn  auch  nur  die  zwei  ersten  Campagnen,  ohne
entscheidend  harte  Schläge,  überstanden  waren,  so  durfte  den
Türken  von  dieser  Seite  her  nicht  mehr  bange  seyn;  denn  der
wohlwollende  Despotismus  Josephs  II.,  der  in  den  Niederlanden
  und  in  Ungarn,  und  selbst  im  eigentlichen  Oesterreich,
seine  volle  Wirkung  hervorbrachte,  hatte  ihnen  die  schönsten
Aussichten  erdffnet.

1790  Leop  old  schließt  zu  Szistova  Frieden.  Belgrad
und  alle  gemachte  Eroberungen  —  so  wollte  es  König  Friederich
  Wilhelm  II.  von  Preußen  haben  —  mußten  den  Türken
zurückgegeben  werden.

25.  April  1288.  Sabacz  von  den  Desterreichern  erobert.
Monat  August.  Einbruch  der  Türken  in's  Bannak.
26.  August.  Dubicza  von  Laudon  erobert.

10.  Sept.  Chochim  von  einer  Russischbsterr.  Armee  eingenommen.

3.  Oct.  Novi  von  Laudon  erobert.

22.  Sep#.  1789.  Coburgs  und  Suwarows  Sieg  bei  Martinestie  in
der  Wallachei.

8.  Oct.  1780.  Belgrad  ergiebt  sich  an  Laudon.