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heruͤber  in  die  Moldau  herein,  bis  sie  auch  da  wieder  von
den  immer  nachruͤckenden  Petschenegen  (Pazinaciten)  verdrängt
  und  weiter  nach  Südwesten  getrieben  wurden.
J.  J.  Desericii  de  initils  ac  majoribus  IIungarorum  Commentaria.
  T.  —  V.  Budac  1748  —  60.  sol.

J.  J.  Desericii  et  Ge.  Pray  Dissertationes.  P.  L—  III.  de  origino
IHungarorum.  Colocac.  fol.

Ge.  Pray  epistola  responsoria  ad  disscert.  apolog.  J.  J.  Descricii
de  initiis  ac  majoribus  IIungarorum.  Tyrnavy.  1762.  8.

C.  A.  Belii  diss.  de  vera  origine  et  epocha  lunnorum,  Avarum,
IIungarorum,  in  Pannonia.  Lips.  1757.  4.  von  geringem  Werth.

Die  Frage,  zu  welchem  Asiatischen  Volksstamm  die  Ungarn
  gehören?  ist  besonders  in  neueren  Zeiten  von  mehreren
der  größten  Sprach=  und  Geschichtsorschern  untersucht  worden,
und  die  Meinung,  daß  sie  zum  Finnischen  Volköstamm  gehören,
scheint  den  meisten  Credit  gewonnen  zu  haben.  Schon  Comenius
  hat  die  Uebereinstimmung  der  Ungrischen  und  Finnischen
Sprache  bemerkt,  nach  ihm  haben  Fogel  und  Eccard,  besonders
  aber  Fischer  in  seinen  quaestionibus  Petropolitanis,
Sainovicz,  Pray  und  andere  verdiente  Gelehrte  diese  Bemerkung
  weiter  zu  entwickeln  und  zu  beurkunden  gesucht,  und
oben  bemerkten  Satz  von  genealogischem  Zusammenhang  darauf
gegründet.  Auch  glaubt  Fischer,  daß  unter  allen  Finnischen
Stüämmen  die  Ungarn  keinem  näher  angehörten,  als  den  Wogulen,

  denn  selbst  der  Name  sey  einer  und  eben  derselbe.  Quantula
cst  ca  diflerentia  nominum  Ugur  et  Vogulo

Ich  gestehe  offenherzig,  daß  ich  solchen  Schlüssen  nicht  folgen
kann;  und  wenn  ich  die  biöher  gegebenen  Beweise  jener
Sprachen-Harmonie  genauer  betrachte,  so  kann  ich  nicht  läugnen,
  daß  sie  mir  sehr  unzureichend  scheinen.  Der  verglichenen
Worte  sind  offenbar  zu  wenige,  die  Vergleichungen  sind  auch
nicht  von  solchen,  die  zugleich  Kenner  beider  Sprachen  waren,
sondern  vermittelst  Wörterbücher  und  Grammgtiken  angestellt.
Auch  muß  man  bei  manchen  Worten  offenbar  erst  berschledene,
starke  etymologische  Operationen  vornehmen,  bis  sich  einige  Harmonie
  zeigt.  Wenn  auch  der  gelehrte  Bayer  sagt,  Uungaricam
  lingusm  toto  genio  a  Finnica  diflerre,  so  hält  ihm  Pray
zur  Widerlegung  ein  pgar  Dutzend  solcher  verglichenen  Worte