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Der  Widerstand  aber,  den  sie  im  Lande  zwischen  den
Carpathen  und  der  Sau  fanden,  war  nicht  groß,  denn
Burgen  und  Städte  waren  im  Lande  hoͤchst  wenige,  weil  ein
großer  Theil  des  Landes  bloß  von  Hirten  genutzt  wurde,  und
die  mehneren  Slavischen  Herren,  unter  die  sich  das  uͤbrige
cultivirtere  Land  theilte,  mochten  sich  nicht  einmal  zur  Vertheidigung
  gegen  eine  guneinschaftliche  Gefahr  vereinigen.
Keine  Pässe  konnten  besetzt,  der  Uebergang  über  die  Stroͤme
konnte  nicht  verwehrt  werden.  Innerhalb  eines  Jahr=  886-zehends
  war  das  ganze  Land,  von  den  Carpathen  an  herab.  *
bis  zum  Sauflusse,  und  von  der  Morava  an  bis  zur  Siebenbürgisch=
  Moldauischen  Gränze  erobert-3.

  Die  Chefs  theilten  sich  in  das  Land,  und  Arpad,  als
der  Ober-Chef,  nahm  für  sich  mehr  als  die  Hälfte  des  Landes
zwischen  der  Donau  und  Sau,  und  vorzüglich  den  oberen
Theil  desselben.  Jeder  Chef  theilte  alsdann  wieder  seine
Portion  mit  denen  seiner  Horde,  und  die  alten  Einwohner
des  Landes  —  sie  mochten  Slavischen  oder  Altrömischen  Herkommens
  seyn,  oder  zu  irgend  einer  andern  der  Völkerschaften
gehören,  die  ehedem  in  Pannonien  gewohnt  oder  dort  sich
herumgetrieben  hatten,  —  wurden  als  Appertinenz-Stücke
angesehen,  die  jeder  mit  seiner  Landes-Portion  erhielt.  Wohl,
daß  hie  und  da  noch  mancher  der  alten  Landesherren,  wenn
er  sich  dem  Ober-Chef  Arpad  unterwarf,  einen  großen  Theil
seines  Fürstenthums  behielt.

Ge.  Pray  Annales  veteres  Hunnorum,  Averum  et  Hungarorum

ab  anno  ante  N.  C.  210.  ad  a.  C.  997.  deducti,  ac  maximam
Partem  cx  Orientis  Occidentisqdue  rerum  Scriptoribus  con-Besti.
  Vindob.  1761.  fol,  und  als  Supplement  derselben  sind
anzusehen:  «  «
Ej.  Dissertationes  historico  ·  criticae.  Vindob.  1775.  fol.  Die
Gelehrsamkeit  des  Mannes  wird  sich  die  Achtung  eines  jeden