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in  Campanien  vor  ihnen  zu  zittern,  und  zugleich  zerstoͤrten
sie,  da,  wo  die  Weser  dem  Meere  zueilt,  die  schoͤnsten  Kirchen
  und  Kloͤster.  Deutschland  mußte  ihnen  Tribut  bezahlen,
und  doch  hatte  man  den  Einfall  bald  dieser  bald  jener  Horde
zu  fürchten,  wenn  auch  der  Tribut  noch  so  richtig  entrichtet
wurde.  Leider  war  auch  dem  flüchtigen  Magyaren,  der  oft
noch  im  Fliehen  siegte,  kein  Deutscher,  Italiänischer  oder
Franzoͤsischer  Ritter  gewachsen.  Am  Muthe  fehlte  es  diesen
nicht,  aber  die  Art  des  Angriffs  und  der  Pertheidigung  waren
zu  ungleich,  —  bis  Kön.  Heinrich  I.  von  Deutschland  dem
Feinde  den  Vortheil  absah.  Seine  und  seines  Sohnes  Ot--  935
tens  I.  Siege  haben  nicht  bloß  Deutschland,  sondern  auch
Italien  und  Frankreich  gerettet;  denn  nach  einer  Niederlage,
wie  die  auf  dem  Lechfelde  war,  mußte  die  kuͤhnste  10.
Horde  den  Muth  verlieren.  *i
6.  Geschichte  ihrer  östlichen  Streifzüge,  die
bis  Thessalonich,  und  selbst  fast  bis  vor  Constantino-=  -963
pel  giengen.  Nicht  die  Groͤße  der  Schaar  war's,  die  hier
siegte,  sondern  ihr  Muth,  der  die  kuͤhnsten  Dinge  unternahm,
und  der  Schrecken,  der  uͤberall  vor  ihnen  vorausgieng.  Die
Griechen  selbst  konnten  nicht  läugnen,  daß  es  bloß  dreihundert
  Magyaren  gewesen  seyen,  die  nahe  vor  Thessalonich
fünfhundert  Griechen  hinweggeholt  und  nach  Ungarn  geschleppt
hatten.  Während  daß  damals  das  Byzantinische  Reich  von.
den  Arabern  im  Osten  schrecklich  bestürmt  wurde,  drohte
ihm  im  Westen  gleich  furchebar  die  vereinigte
Macht  der  Russen  und  Ungarn.  hro
7.  Indeß  aber  der  Name  der  letzteren  am  Hellespont
und  an  der  Nordsee  mit  Furcht  und  Zittern  genannt  wurde
änderte  sich  viel  unter  der  Horde  selbst.  Zwar  mußte  erst
das  ganze  Geschlecht  der  ersten  Eroberer  hinwegsterben,  und