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4.  Es  war  ein  großes  Gluͤck  des  Landes,  daß  diese  Regierung

  vierzig  Jahre  lang  dauerte,  denn  Koͤnig  Ludwig
der  Große  hat  wohl  im  ganzen  Mittelalter  wenig  seines
gleichen.  Italiaͤnische  Cultur  und  wahre  Magyaren-Kraft
schienen  in  ihm  auf  eine  höchst  seltene  Weise  vereinigt,,  und
man  weiß  nicht,  ob  der,.  Kriegsheld  oder  der  Regent  höhere
Bewunderung  verdient.  Sein  Reich  erstreckte  sich  zuletzt  über
alle  die  Königreiche  und  Länder  „  die  sich  vom  Ausfluß  der
Weichsel  an  bis  zur  Adriatischen  Ser  und  von  den  Westküsien
  des  schwarzen  Meeres  bis  zur  östlichen  Küste  jenes
Meerbusens  erstrecken,  und  alle  Nationen,  die  zwischen  diesen
drei  Meeren  wohnten,  so  sehr  sie  auch  an  Sprache,  Sitten,
Cultur  und  Religion  verschieden  waren,  regierte  er  mit  so
hohem  Ansehen,  daß  er  an  der  Weichsel  und  am  Sausirome
gleich  geliebt  und  gefürchtet  wurde.  Seinem  Ungarschen
Reich  erwarb  et  Roth-Rußland,  unterwarf  ihm  aufs  neue
1360  den  Woiwoden  der  Moldau,  bezwang  die  Walachen,
und  behauptete  mit  den  Waffen  in  der  Hand  die  Bulgarei
und.  Bosnien  und  Dalmatien,  Letzteres  mußten  ihm  endlich
*o  Penetianer  in  einem  ordentlichen  Friedensschlusse
—  wieder.  abtreten.  Und.  wie  gerne.  räumten,  sie  ihm  nicht  die
gauze  Küste  bis  Durazzo  Prrab,  wie  gerng  herfprachen  sie  ihm
nocheinen  jöhrlichen  Tribut,  von  7000.,  Ducaten,  um  nur
seine  Allianz  mit  den  „Ginuesern  zu  trennen,  die  ihnen  so  gefährlich,
  war?  Schon,  filf.  Jahre  vorher,  che  er  diesen  Frieden
  schloß,  war.  er  auch,  nach  dem  Tode  seines  Oheims
1370  Casimir;  König  von  Polen  geworden,  und.  Polen  wuͤrde
ehen  so  durch  ihn  gewonnen  haben,  wie  —  wennr
nicht  mit  ganzem  Herz:  und  Sinn  schon.  für  sein.  Ungarn  gewesen
  waͤre.  Es  ist.  dabei  ein  merkwuͤrdiger  Zug  in.  seinem
Charakter,  daß  er  der  neuemporkommenden  Macht  der  Os-