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die  er  bei  Nicopolis  von  den  Tärken  erlitten,  1307
einen  gewaltigen  Stoß.  Nach  einer  fast  sechsmonatlichen  S  Sr.
Flucht  kam  endlich  Sigismund  unter  tausend  Gefahren  wieder
nach  Haus,  und  die  Horväthische  Faction  nutzte  den  Zeitpunct,
  um  Ladislaus  von  Neapel,  den  Sohn  des  ermordeten
Koͤnigs  Karl.  als  Koͤnig  auszurufen.  Zu  Sigismunds  Gluͤck
aber  kam  er  nicht  einmal  nach  Ungarn.

0.  Allein  ein  Koͤnig,  den  bloß  Züfälle  und  bloß  die  Fehler
  seiner  Gegner  retten  müssen,  geht  gewöhnlich  auch  nach
zehnfachen  Rettungen  verloren.  Die  Stände  von  Ungarm
beschlossen  endlich  fast  einmüthig,  den  wollästigen,  jähzornigen,
  unweisen  Sigisniund  einzusperren.  So  schnell  dieser
Entschluß  ausgeführt  wurde,  so  wenig  koͤnnten  sie  zu-  *èv
letzt  einig  werden,  wen  sie  zum  Könige  machen  sollten,  und  2½
da  auch  zugleich  Nicolaus  von  Gara,  um  die  reiche  Gräfinn
von  Ciley  zur  Gemahlinn  zu  erhalten,  den  schlauen  Vermittler
  spielt,  wird  Sigismund  wieder  los,  und  seine  Re-  9.
gierung  wird  seirdem  viel  besser.  Die  letzten  Erkahrungen,  Spt.
die  er  gemacht  hatte,  konnten  ihn  fürwahr  auch  endlich  bilden.
  Nur  die  Rachgier  P.  Bonifacius  IX.,  der  den  Koͤnig
Ladislaus  von  Neapel  zur  Besitzuehmung  von  Ungarn  auf  u
fodert,  erregte  neue'  Unruhen.  4%
Lo.  Während  diesei  Stürmen  aber  reissen  die  Polen  nad.
und  nach  Roth=  „Rußland  und  Podolien  an  sich,  und  endlich
selbst  die  Wallachei;  bald  verpfändet  ihnen  Sigismund
  auch  noch  die  Zipser  Staͤdte.  Dalmatien  zeht  1412
an  die  Venetianer  verloren.  9%%.

II.  Neut  Organisirung  des  tönialichen  Aufgebots,
  unter  Ludewig  dem  Großen  schon  angefangen,  und
unter-  Sigismund  besser  vollendet.  Es  war  nothwendig,

  um  viele  der  neuen-Burgen  und  Städte  zu  besetzen,  und
Spittler's  semmtl.  Werke  IV.  Bd.  10