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Baron  possessionirt  gewesen  seyn,  sonst  hãite  er  nicht  sein
hohes  Reichsamt  erhalten  koͤnnen.

Man  würde  es  jetzt  fast  seltsam  finden,  wenn  in  irgend“
einem  Lande  die  höchsten  und  hohen  landesherrlichen  Collegien
  ein  eigenes  Corps  der  National-Repräsentation  ausmachen
wollten;  allein  die  Form  der  wichtigsten  Institute  hat  sich  im
Mittelalter  oft  mehr  nach  Gefühlen  und  Bedürfnissen,  als
nach  klaren  Ideen  gebildet.  Was  Noth  und  Nutzen  des
Reichs  ersodere,  schienen  die  höchsten  und  hohen  Reichsbeamten
  am  besten  sagen  zu  können,  und  für  Noth  und  Nutzen
des  Reichs  zu  rathen,  pflegte  man  doch  wohl  zusammen  zu
kommen.

Freilich  ist'  aber  auch  nun  eben  daraus  entsprungen,
daß  man  bis  jetzt  in  Ungarn  noch  nicht  weiß,  ob  die  Stimmen
  auf  dem  Reichstage  Curienweise  zu  zählen  seyen,  oder
ob  alle  zusammen  Kopf  für  Kopf  in  eines  gerechnet  werden
müßten.  Die  Nachwelt,  die  von  helleren,  festeren  Begriffen
ausgieng,  konnte  ihre  Begriffe  mit  der  Form  der  Dinge,  die
sie  vorfand,  nicht  vereinigen,  und  half  sich  in  eißzelnen  Fällen
bald  mit  Ausgleichungen,  bald  mit  Gewat,  die  den-  Wunsch
oft  zum  Recht  machen  mußte.
7.2.-Nach  Sigismunds  Tode  folgt  seine  Tochter  Eli-  5
sabeth  und  ihr  Gemahl  Albert.  Wie  letzterer  frühzeitig  siarb,  Dec.
bestimmt  die  Nation  der  Koͤnigin  zum  neuen-  Gemahl  den
Koͤnig  von  Polen  Wladislav  III.  Man  hoffte  mit  ber  1430
vereinigten  Polnischen  und  Ungrischen  Macht  den  Tuͤrken  14
widersiehen  zu  koͤnnen,  und  glaubte  auch  NRoth-Rußland  und
Podolien  und  die  Moldau  wieder  zu  Ungarn  zu  bringen.  Bald
entsteht  aber  ein  Streit  zwischen  den  Rechten  des  neubestimmten
  Gemahls  und  den  Rechten  des  Sohnes,  den  die  Königin
nach  Albrechts  Tode  geboren,  und  mehr  die  Liebe  als  die

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