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der,  in  jeder  Reihe  großer  Maͤnner  seiner  Art,  als  einer  der
ersten  geglaͤnzt  haben  wuͤrde.  Sechzehn  Jahre  war  er  alt,
wie  er  den  Thron  bestieg,  47  Jahre,  wie  er  starb;  und  bei
allen  Fehlern,  in  die  erst  der  rasche  Juͤngling  und  bald  auch
der  hochherzige  Mann  fiel,  gieng  doch  unverkennbar  ein  Strich
von  Groͤße  durch  saͤmmtliche  32  Jahre  seiner  Regierung.
Man  bewundert  in  ihm  nicht  den  Kriegshelden  allein,  so
gewiß  es  doch  auch  hohe  Bewunderung  verdient,  daß  selbst
die  ganze  Osmanische  Macht  nichts  gegen  ihn  vermochte,  während
  er  zugleich  gegen  Oesterreich,  Polen  und  Böhmen  Krieg
führen  mußte,  und  oft  auch  gefährliche  einheimische  Unruhen
zu  dämpfen  hatte.
18.  Seine  erste  auswärtige  Erpedition  galt  mit  Recht
Kaiser  Friederich  III.,  der  selbst  bei  der  Ungrischen  Krone
sein  Nebenbuhler  seyn  wollte,  und  auch  schon  Jahre  lang
gegen  Ungarn  das  fortsetzte,  was  einige  seiner  Vorfahren  in
Oesterreich  fast  mit  scheinbarem  Glück  angefangen  hatten;
Oesterreich  wollte  auf  Kosten  von  Ungarn  wachsen.  Friederich
1463  mußte  die  heilige  Krone  herausgeben  und  Oedenburg  räu-Aul
  men,  und  auch  andere  Stücke  von  Ungarn,  die  er  theils
pfandschaftweise  besaß,  theils  sonst  besetzt  hatte,  sollten  nach
seinem  Tode  an  Ungarn  zurückfallen.
10.  So  fiengen  die  glücklichen  Zeiten  der  Redintegrirung
des  alten,  großen  Magyaren-Reichs  an,  und  so  gieng's  32
Jahre  lang  ununterbrochen  fort;  fast  jeder  Nachbar,  die  Venekianer
  ausgenommen,  mußte  seinen  Tribut  geben.  Auch  den
1463  Türken  wurde  Bosnien  entrissen.  Der  Woiwode  von  der
Moldau,  der  sich  dem  Sultan  ergeben  wollte,  ward  gezüchtigt,
und  selbst  auch  der  Krieg  gegen  Kön.  Georg  Podiebrad  von
Böhmen,  an  dem  freilich  Matthias  nie  hätte  Theil  nehmen
sollen,  gewann  doch  einen  glücklichen  Ausgang.  Matthias