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durfte,  kraft  des  Friedsens,  den  er  mit  Podledrads  1459
Nachfolger  geschlossen,  Mähren  und  Schlesien  unddi.

Lausitz  und  den  Boͤhmischen  Königstitel  behalten,  und  wenn
er  den  Koͤnig  von  Boͤhmen  uͤberlebe,  sollte  ganz  Boͤhmen  ihm
zufallen.  Sterbe  aber  Matthias  vor  dem  Koͤnig  von  Boͤh—
men,  so  sollten  Schlesien,  Maͤhren  und  Lausitz  wieder  an
Boͤhmen  kommen,  sobald  Böhmen  den  Ungarn  40,000#  Goldgulden
  bezahlt  habe.

20.  Gleich  ruhmvoll  endigte  sich  endlich  auch  wieder  ein

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doppelter  Oesterreichischer  Krieg.  Kaiser  Friederich  III.  14759
wollte  nicht  auf  billige  Bedingungen  mit  dem  siegreichen  Koͤ

nig  Frieden  schließen;  Matthias  blieb  also  im  Besitz  dessen,
was  er  erobert  hatte.  Ein  beträchtlicher  Theil  von  Steiermark,
  Kärnthen  und  Krain,  und  selbst  Wien  war  von
ihm  besetzt  worden.

21.  Wohl  erfuhr  aber  auch  die  Nation,  daß  glänzende
Regierungen  gewöhnlich  drückende  Regierungen  seyen.  Sein
Wille  allein  war  sein  Gesetz,  und  wie  er  seinem  Obeim
Szilagy,  der  sich  hoch  um  ihn  verdient  gemacht  hatte,  und  als
hochverdienter  Mann  keck  hervortreten  zu  dürfen  glaubte,  den
König  schwer  fühlen  ließ,  eben  so  mußte  Bischof  Johann
Vitez  von  Großwaradein,  dessen  Rath  ihn  in  den  gefährlichsten
  Umständen  gerettet  und  Jahre  lang.  sicher  geleitet
hatte,  den  freimüthigen  Widerspruch  hart  büßen,  womit  er
der  Kriegslust  des  Königs  und  den  endlosen  neuen  Steuern
sich  entgegengesetzet.  Auch  das  Schicksal  seines  Canzlers,  des
Erzbischofs  von  Colocza,  war  wie  das  Schicksal  jener
beiden.  Er  hatte  des  Landes  Noth  dringend  vorgestellt,  und
mußte  dafür  mehr  als  fünf  Jahre  lang  im  Gefängniß  schmachen;
  selbst  die  Vorbitte  des  Pabstes  konnte  ihn  nicht  rerten.
Ausländer  und  Männer  von  ganz  niedrigem  Her-1485

