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rus  aufs  Hoͤchste  erbittert,  denn  der  Elerus  gedieh  gewaltig
an  Reichthum,  die  Bischoͤfe  galten  alles  bei  Hofe,  und  die
Sage  gieng,  der  einzige:  Erzbischof  von  Gran  habe  durch  Erwerbungen
  aller  Art  fast  ein  Sechstheil  von  Ungarn  zusammengebracht.
  Es,  kam  selbst  auf  Reichstagen  zu  den  heftigsten
Motionen  gegen  die  Bischöfe,  und  endlich  selbst  zu  Gesetzen
—  die  aber  nie  erfüllt  wurden.

Doch  noch  wilder  stund  der  kleine  Adel  auf  gegen  den
größeren  und  noch  übermüthiger  unterdrückte  dieser  jenen.
Denn  jenem  fehlte  sein  natürlicher  Schutz,  der  König,  und
einzelne  heftige  Explosionen,  zu  denen  der  unterdrückte  so  leicht
kommt,  vermochten  nichts  gegen  ein  planmäßiges,  in  einander

greifendes  System,  das  sich  die  großen  Aristokraten  gemacht
hatten.

26.  Nirgends  war  also  mehr  Festigkeit  oder  natürliche
Kraft  des  Zusammenhaltens.  Schlesien,  Mähren  und  die
Lausitz  lösten  sich  allmählig  ab,  viele  Städte  in  Dalmatien
ergaben  sich  den  Venetianern,  der  Woiwode  von  der  Moldau
suchte  Polnischen  Schutz,  und  der  schwache  König,  der  sich
von  allen  Seiten  bald  durch  Aristokraten-Factionen  bald  durch
Volks-Geschrei  gedrängt  fühlte,  warf  sich  endlich  in  eine  jener
  Parthien.  Er  ernannte  den  talentvollen  jungen  Johann
von  Zapolya  zum  Woiwoden  von  Siebenbürgen  und  General-Capitain
  des  Reichs.  Bald  aber  mußten  seine  Familie  und
das  ganze  Reich  schwer  büssen,  daß  er  dem  ehrgeizigen  Jüngling
  große  Aussichten  eroͤffnet.

27.  Gleich  unter  seinem  Sohne  und  unmündigen  Nachfolger
  König  Ludwig  ll.  und  gleich  bei  der  nächsten  Er-#1514
ledigung  der  Palatin-Würde  brach  der  Kampf  aus.  Zapolya  1526
vergaß  nie,  daß  Stephan  von  Bathor  ihm  hier  vorgezogen