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worden,  und  er,  der  kecke,  allgemein  beliebte  Chef  des  kleinen
  Adels,  war  schon  durch  vorhergehende  Begünstigungen
zu  mächtig  geworden,  als  daß  ihn  eine  lose  Coalition  eifersüchtiger
  Bischöfe  und  Magnaten  hätte  demüthigen  können.
Selbst  wenn  der  Erbfeind  von  Ungarn  einbrach,  konnten  doch
zwei  so  erbitterte  Factionen,  wie  diese  waren,  nicht  mehr
zur  redlichen,  patriotischen  Coalition  kommen.  Dies  mochte
vielleicht  der  neue  Sultan  Suleimann  II.  wissen.

28.  Suleimanns  Eroberung  von  Sabacz  und  noch  in
1521

20.  eben  derselben  Campagne  Eroberung  von  Belgrad.
Aug.

1526  Große  Niederlage  der  Ungarn  bei  Mohacz;
3.  der  König  selbst  kam  auf  der  Flucht  ums  Leben.  Ungeheure
Verheerungen  der  Türken,  die  bis  Raab  heraufkommen.

III.  Per.  Könige  aus  dem  Habsburgischen  Hause.
1527-1704.

1.  Johann  von  Sapolya  wird  fast  einmüthig  zum

1526  König  gewählt,  und  als  König  gekrönt.  Das  Reich
Nor.  hatte  zu  seinem  Schutz  einen  tapfern  Feldherrn  nöthig,  und
keinen  unerfahrnen,  unentschlossenen  Jüngling,  wie  Ferdinand
von  Oesterreich  war,  der  zwar  nicht  als  Gemahl  der  Schwester

  des  letzten  Königs  das  Reich  ansprechen  konnte,  aber
1491  auf  alte,  zwischen  Oesterreich  und  Ungarn  3%
schlossene  Verträge  sich  beziehen  zu  können  schien.  Ooch

der  Palatin  von  Bathor  und  seine  Faction  bekümmerten
sich  nicht  um  Recht  und  Rechtsgründe;  sie  wollten  ihrem
Gegner  einen  mächtigen  Herrn  entgegensetzen,  und  Ferdinanb
von  Oesterreich  war  der  einzige,  an  den  sie  denken  konnten,
Ferdinand  nahm  also  die  Krone  an,  weil  man  sie  ihm  amf-