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umvirs,  Ge.  Martinuzzi,  Pet.  Petrovich  und  Val.  Toͤroͤk  von
Enning,  die,  ihre  eigene  Leidenschaften  zu  befriedigen,  das
ganze  Werk  zu  leiten  beschlossen,  uͤbergaben  das  Kind,  das
Koͤnig  seyn  sollte,  dem  hohen  Schutze  Suleimanns.

4.  Suleimann  besetzte  Ofen  und  einen  großen  Theil  von
Ungarn;  seinem  Pupillen,  bis  er  volljährig  werde,  sollte
bloß  Siebenbürgen  und  das  Land  an  der  Thriß  bleiben.
Nichts  behielt  Ferdinand  als  einige  an  Oesterreich  und  Steiermark
  gränzende  Comitate  und  den  gebürgigten  Theil  von
Ober-Ungarn.  Selbst  Siebenbürgen  gieng  ihm  wieder  verle-5##

  ren,  das  Card.  Martinuzzi,  der  schlechten  Dank  für

Eualle  seine  großen  Verdiensie  erhielt,  fast  ganz  für
ihn  gewonnen  hatte.

1502  5.  Achtjähriger  Waffenstillstand  mit  den  Tür,
ken.  Diesen  blieb  alles,  was  sie  besetzt  hatten;  Prinz  Jo,
hann  Sigismund,  Japolyas  Sohn  behielt  Siebenbürgen  und
Ober=  Ungarn  bis  Caschauz  von  dem  übrigen  Ungarn,  das
man  Oesterreich  ließ,  mußte  Ferdinand  einen  zäbrichen  Tribut
  von  30,  O00  GG.  versprechen.  6

So  weit  war  das  alte  Klorreiche  Ungarn-NReich  durch
die  Aristokraten-Factionen  herabgebracht,  und  bei  ciner  solchen.
  Jertrümmerung.  konnte  sich  weder  die  Verfassung  ausbilden,
  noch  die  alte  National-Freiheit  erhalten.  Schon  nach

7  Stephan  Bathorys  Tod  batte  Ferdinand  neunzehn  Jahre  lang

*i  Palatin  gemacht.  Endlich  wurde  es  Thomas

von  Nadasd.  Wie  aber  dieser  acht  Jahre  nachher  starb,
ließ  man  die  Stelle  wieder  unbesetzt,  und  ernannte  bloß  einen
Locumtenens,  um  die  Wahl  des  Nachfolgers  und  neuen  Koͤ-15607-nigs

  Marimilian  II.  gewiß  durchzusetzen.

1526  6.  Michtiges  Eindringen  der  Lutherischen  und  Caloinischen
  Meinungen  in  Ungarn  und  Siebenbürgen.