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sam  schwoͤren.  Der  Fall  selbst  trat  auch  gleich  ein;  Johann
161  Sigismund  starb;  Stephan  Bathory.  wurde  gewählt,
Mit.  und  Siebenbürgen  schien  durch  enggeschlossene  Bande  mit
Ungarn  vereinigt  zu  werden,  denn  Stephans  Vetter  und
1381  Nachfolger,  Fürst  Sigismund  Bathory,  übergab  end-1598
  lich  das  ganze  Land  freiwillig  an  Ungarn.
8.  Doch  gerade  von  Siebenbürgen  her  kam  bald  ein
neuer,  großer  Sturm.  Der  unstete  Bathor  bereute  seine
Uebergabe.  Die  Siebenbürger  wollten  durchaus  einen  im
Lande  residirenden  Fürsten  haben,  und  der-  kaiserliche  General
Basta  trieb's  so  wild,  daß  alle  Achtung  und  Liebe  für  die
Oesterreichische  Parthie  verloren  gehen  mußte.  Die  Katholiken,
  deren  Anzahl  sehr  groß  war,  konnten  ohnedies  wenig
Zurrauen  zu  ihr  haben,  und  sobald  Stephan-  Botskai,
der  schon  lange,  von  seinen  großen  Gütern  in  Ungarn  aus,
i6o5  dem  Getreibe  in  Siebenbürgen  zugesehen  hatte,  und  jetzt,
durch  Gabr.  Bethlen  unterstätzt,  zum  Fürsten  von  Siebenbürgen
  gewählt  wurde,  das  Signal  zur  Insurrektion
gab,  so  war  mehr  als  halb  Ungarn  gegen  Oesterreich  in  den
Waffen.
Wie  viel  war  auch  nicht  mit  vollem  Vecht  gegen  Maxi-1576
  milians  Sohn  und  Nachfolger  Kön.  Ruvolf  zu  klagen!
10e5  Nie  kam  der  König  mehr  in's  Reich;  er  kam  nicht,  selbst
bei  den  zahlreichsten  Reichstagen,  wenn  die  wichtigsten  Geschäfte
  entschieden  werden  mußten.  Alles  gieng  an  seinem
Hofe  zu  Prag  bloß  durch  Ausländer,  und  oft  schien's  ein
Gluͤck,  wenn  nur  irgend  eine  Entscheidung  von  Prag  kam,
denn  die  dringendsten  Angelegenheiten  wurden  hälbe  und  ganze
Jahre  lang  aufgehalten.  Die  Palatin  Stelle,  an  der  so  viel
lag,  blieb,  wie  andere  große  Stellen  im  Reich,  mehrere  Jahre
lang  unbesetzt,  und  den  fremden  Truppen,  die,  allen  Gesetzen