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uUngarischen  Angelegenheiten  fast  gar  keinen  Antheik  zu  nehmen.
  Er  löste  vielmehr  das  Band  ganz  auf,  das  ihn  bisher
mit  dem  Könige  von  Ungarn  verknäpfte,  und  machte  den
Türkischen  Sultan  zu  seinem  Schutzpatron.

13.  Wahl  K  Koͤnig'  Ferdinands  III.  Seine  Capitu=  1625
lation  war  eben  dieselbe,  wie  die  seines  Vaters.  Ungarn
haͤtte  seit  seiner  Zeit  die  gluͤcklichste  Ruhe  genießen  koͤnnen,
wenn  nur  die  akatholische  Parthie  ihrer  politischen  Existenz
versichert  gewesen  wäre.  Besonders  die  Jesuiten  wußten  die
Kunst  recht  auszufinden,  sie  langsam  aber  sicher  und  mit
vielem  Scheine  von  Rechtsformen  zu  zernichten.  Kein  Wunder
  also,  daß  Ragotzi  großen  Zulauf  fand,  wie  er  als
Alliirter  der  Schweden  in  Ungarn  einbrach,  und  laut  das  1044
Versprechen  gab,  die  Sache  der  Evangelischen  zu  führen.  Er
hielt  auch  Wort,  und  in  dem  Frieden,  den  er  mit  Ferdinand
  III.  schloß,  war  weit  besser  für  die  Augspurgischen  1045
und  Heloctischen  Confissions=  Verwandten  gesorgt,  als:  in  irgend  .
einem  aller  bisherigen  Tractate.  Mehr  als  neunzig  unrechtmaͤßig
  entrissene  Kirchen,  sammt  den  zugehörigen  Einkünften,
mußten  ihnen  wiedergegeben  werden.

14.  Bei  Leopolds  Wahl  mißlingt  der  Veisuch,  Un--  1655
garn  in  ein  Oesterreichisches  Erbreich  zu  verwandeln,  und  .
die  Stände  dringen  endlich  mit  großem  Nachd'uck  darauf,
daß  einmal  mit  Abführung  der  fremden  Truppen  aus  dem
Reiche  Erust  werden  solle.  Zugleich  wurde  für  die  einheimischen
Vertheidigungs-Unstalten  ein  ganz  neuer  großer  Plan  gemacht,
der,  wenn  sie  nur  zu  Wien  gewollt  hätten,  gegen  jeden  Feind
wirksam  genug  gewesen  wäre.  Wie  konnte  aber  der  Hof
redlich  einwilligen,  da  eine  der  Haupt  bedingungen  war,  daß
die  Oesterreichischen  Erblande  zur  Unterhaltung  der  stehenden
Tr  uppen  in  Ungarn  beitragen  sollten,  die  Truppen  selbst

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