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aber  nie  außer  Ungarn  gebraucht  werden  duͤrften?  Es  blieb
also  auch  in  Zukunft  dabei,  daß  Deutsche  Regimenter  in
Ungarn  garnisonirten.  Wie  auch  die  Ragotzischen  Unruhen  in
Siebenbuͤrgen  ausbrachen,  so  fand  noch  Montecuculi  die  Vermehrung
  und  Verstaͤrkung  der  fremden  Regimenter  hoch  noͤthig.
Vergebens  klagte  man  uͤberall  uͤber  die  druͤckenden  Einquartirungen;
  vergebens  machten  die  Staͤnde  auf  den  Reichstagen
die  dringendsten  Vorstellungen.
15.  Schneller  Ausbruch  eines  neuen  Tuͤrkenkriegs;  die
1663  Siebenbuͤrgischen  Unruhen  hatten  die  naͤchste  Veranlassung
gegeben;  der  Kaiser  konnte  dies  Land  unmoͤglich  der  Willkuͤhr
der  Tuͤrken  uͤberlassen.  Der  tapfere  Ban  von  Croatien  Zrini
wollte  den  Krieg  mit  aller  Stuͤrmerei  eines  Naturalisten  fuͤhren,
  Montecuculi  aber  als  planmäßiger,  erfahrener  Feldherr.
Dieser  fühlte  die  Verantwortung,  die  auf  ihm  lag,  vielleicht
zu  lebhaft,  und  jener  war  durch  mehrere  gelungene  Unternehmungen
  zu  muthig  geworden.  Doch  sprach  selbst  der
1664  mühlam  erfochtene  Sieg  bei  St.  Gotthard  weit  mehr
Aug.  für  jenen,  als  für  diesen.  Wer  auch  die  innere  Verfassung
und  ganze  Lage  der  siegenden  Armee  kannte,  der  mochte  es
wohl  kaum  wagen,  viel  von  Benutzung  dieses  Sieges  zu
sprechen.  6
12.  Zwanzigjähriger  Waffenstillstand,  ohne  alle
Spt.  Theilnehmung  der  Ungarischen  Stände;  vielleicht  mehr  aus
Furcht  vor  den  Ungarn  selbst,  oder  vor  den  Franzosen,  die
zu  Huͤlfe  gekommen  waren,  als  aus  Furcht  vor  den  Tuͤrken
geschlossen.  Jeder  Theil  blieb  im  Besitz  dessen,  was  er  hatte.
Den  Türken  blieben  also  ihre  Eroberungen,  und  nach  Apaff'
Tode,  den  der  Kaiser  als  rechtmäßigen  Fürsten  von  Siebenbürgen
  anerkennen  mußte,  sollten  die  Stände  des  letzteren
Landes  eine  voͤllig  freie  Fürstenwahl  baben.