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Memoires  de  Montecuculi.  Amst.  1756.  8.  Das  Ital.  ist  Uebersetzung,
  und  eine  sehr  schlechte  Uebersetzung.  Sie  enthalten  eine
vortreffliche  Geschichte  dieses  Türkenkriegs:

16.  Weil  der  Hof,  auch  nach  Schließung  dieses  Friedens,
nie  Wort  halten  zu  wollen  scheint,  die  Einquartirungen  der
Deutschen  Truppen  immer  drückender  werden,  der  akatholische
Theil  nicht  bloß  unter  dem  allgemeinen  Systeme  der  Regierung,
  sondern  noch  mehr  unter  dem  Jesuitischen  Zeloten  =  und
Proselyten-Geist  leidet,  so  reift  allmählig  das  allgemeine
Mißvergnügen  bis  zu  Coalitionen  und  Verschwörungen,  an
denen  selbst  die  ersten  Männer  des  Reichs  Theil  nahmen.
Weit  die  gefährlichste  von  allen  schien  die,  für  deren  Ausführung
  selbst  der  Palatin  Vesselenyi  den  Plan  gemacht  hatte,
und  der  Hof  erhält  zu  seinem  großen  Glück,  nach  des  Palatins
  Tode,  recht  urtundliche  Acten-  Stücke  derselben.

17.  Viele  der  Großen  flüchten  sich;  Franz  von  Nadasd,
Pet.  von  Zrini  und  Christoph  von  Frangepani  sterben  auf  dem
Schaffot;  Franz  von  Ragotzi  aber  erhält  kaum  Pardon.

18.  Ungarn  wird  hierauf  von  Leopold  als  ein  erobertes
Land  behandelt.  Kein  Palatin  sollte  mehr  seyn;  der  Deutschmeister,
  Joh.  Caspar  von  Ambringen,  ein  harter,  ungerechter
Mann,  wurde  General=  Gouverneur  des  Reichs,  und  die
Commandanten  der  fremden  Truppen,  die  in  Ungarn  garnisonirten,
  erhielten  einen  so  großen  Umfang  von  Gewalt,
als  ob  künftighin  bloß  militärische  Regierung  statt  haben
sollte.  Die  willkührlichen  Taren,  die  man  einführte,  waren
bald  das  Geringste;  Leben  und  perfönliche  Sicherheit,  selbst

der  angesehensten  Männer,  wurden  das  Opfer  vermeinter,

allgemeiner  Staatsnoth.  Wehe  dem  Angedenken  des  damaligen
  Oesterreichischen  Hof-Canzlers,  der  seinem  schwachen
Herrn  zu  einer  fortdauernden,  unmenschlichen  Strenge  rieth  !

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