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Polen.

Die  besten,  im  Ganzen  aber  doch  sehr  unvollständigen

Litterar=  Notizen  zur  Geschichte  dieses  Reichs
finden  sich  in

S.  J.  IIoppii  Schediasma  litterarium  de  scriptoribus  historiae
Polonicac  vor  dem  ersten  Band  der  Leipj.  Ausgabe  von  Dlugosz.

Quellen  der  Polnischen  Geschichte.

Vor  dem  Ende  des  zwölften  Jahrhunderts  giebt  es  keine  einheimische

  Ouellen,  denn  der  älteste  einheimische  Chroniste  ist  Bischof
  Vincent  Kadlubek  von  Cracau  (st.  1223.)  und
dieser  hat  leider  gar  nichts  von  der  prunklosen  Simplicität  eis
nes  alten  Annalisten,  sondern  das  Werk  sollte  ein  oratorisches
Stück  seyn,  und  schon  die  Einkleidung  zeigt  ungefähr,  was  man
zu  erwarten  hat.  Die  drei  ersten  Bücher  sind  ein  Dialog  oder
so  genannter  Briefwechsel  zwischen  dem  Erzbischof  von  Gnesen
und  Bischof  von  Cracau,  und  das  Ganze  ist  voll  albernen  Bombasts
  und  seltsamer  Fabeln.

Die  beste  Ausgabe  erschien  Danzig  1749.  Fol.  Drei  andere
alte  Chronisten  finden  sich  bier  noch  dabei;  keiner  aber  ist  älter
als  Kadlubek.

Es  bleibt  also  nichts  übrig,  als  die  ganze  Polnische  Geschichte
  jen  seits  des  dreizehnten  Jahrhunderts  aus
den  Notizen  auswärtiger  gleichzeitiger  Chronisten  zu  sammeln.

Denn  auch  folgendes,  sonst  vortreffliche  Werk  giebt  hier  keine
Hulfe.

Codex  diplomaticus  regni  Poloniac  ct  magni  Ducatus  Lithuaniac.

  T.  I.  Vilnac.  1758.  T.  IV.  1764.  T.  V.  1759.  sol.
Spittler's  saͤmmtl.  Werke  IV.  Bd.  18