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waren,  als  die,  so  bisher  nordwaͤrts  der  Carpathen  gewohnt
hatten;  vielleicht  weil  die  neueingewanderten  Horden  man  he
der  alten  Horden  unterjocht  haben,  die  sich  schon  vorher  im
Lande  herumtrieben,  und  also  neue  Staaten  und  Reiche  an
der  Wartha  oder  Weichsel  entstunden.

Doch  nicht  einmal  der  Name  Polen  erscheint  vor  dem
Ende  des  zehnten  Jahrhunderts,  denn  bei  einem  Volk  von
der  gesellschaftlichen  Verfassung,  in  der  sich  diese  Slaven  befanden,
  bilden  sich  allgemeine  Volksnamen  selten  früher,  als
bis  wirklich  ein  Stamm  mehrere  der  übrigen  unterjocht,
oder  Ausländer,  die  das  Land  flüchtig  kennen  gelernt  haben,
den  Namen  eines  Stammes  auf  alle  übrige  übertrugen,
und  als  National-Namen  geltend  machten.

3.  Was  ehedem  von  Lech  erzählt  worden  ist,  braucht
jetzt  der  Historiker  nur  noch  als  Beispiel,  wie  seltsam  oft  Fa-840

  beln  entstehen,  und  was  die  altesten  Polnischen  Geschichtschreiber
  von  einem  Bauern  Piast  melden,  der  von  Slavischen
  Stämmen,  die  zwischen  der  Weichsel  und  Wartha  wohnten,
  recht  wundervoll  zum  Herzog  gewählt  worden  soy,  braucht
er  als  ein  Beispiel  anderer  Art,  wie  wundervoll  oft  die  alle
Geschichte  lautet,  wenn  man  sie  nach  Schriftstellern  und
Chroniken  erzählen  muß,  die  die  Geschichte  erst  auffiengen,
nachdem  sie  sich  drei  Jahrhunderte  lang  als  Tradition  hetumgetrieben
  —  und  keider  keine  ältere  Nachrichten  zur  kriti—
schen  Vergleichung  hat.

A.  L.  Schlözers  Abh.  von  Lechs  Ankunft  in  Polen  in  der  Sammlung

  Jablonowskischer  Preisschriften.  Danzig,  1767.  und  besenders
  1770.  4.

Jablonowski  —  Lechi  et  Lzechi  adversus  scriplorem  recentissimum
  vindiciac.  P.  I.  II.  III.  Lips.  1771.  4.

Acta  Socicl.  Jahlonovianac  de  Slavis,  Lecho,  Ezcchodque  item

de  veris  Lichis.  Lips.  1772.  4.