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gewiß  die  Haͤlfte  der  Senatoren  und  mehr  als  die  Haͤlfte  des
Adels  ausmachte.

Doch  hat  in  keinem  Reich  die  Reformation  so  wenig  auf
Cultur  und  Verfassung  gewirkt,  als  in  Polen.  Denn  die  akatholische
  Parthie  selbst  war  nicht  einig  unter  einander,  die  Socinianer,
  deren  Gemeine  unter  allen  akatholischen  weit  die  blühendste
  und  geordnetste'  war,  sah  sich  von  LKutheranern  und
Reformirten  verabscheut,  und  sie  selbst  machte  das  lehrreiche
Erperiment,  daß  Religionsideen,  die  zu  sehr  vom  positiven
entkleidet  zuletzt  fast  bloß  Philosophie  werden,  in  eben  dem
Verhältniß  an  großer  Wirksamkelt  zur  National,  Cultur  verlieren,
  je  ütehr  man  sie  als  bloße  Pbilosophie  geben  will.  So
gewiß  auch  ihre  Gemeine  die  geordnetste  war,  so  sehr  fehlte  es
ihr  doch  an  einer  recht  wirksamen  Hierarchie,  und  so.  denn
konnte  weder  die  Religionsparthie  selbst  recht  latige  Jahre
hindurch  ihre  eigene  volle  Elasticität  behalten,  noch  fortdaurend
auf  die  große  Nationalmasse  wirken.

A.  BRegenvolecli  (Wengerscil)  aystema  chronologicum  Ecclesiarum
  Slavonicarum.  Treject.,  1653.  4.,  oder  unter  dem  Ditel:

*  ½

Slavonia  reformate.  Ametelod.  10797.  4.

Stanisl.  Lubienicei  bisoria  reformalonle  Polonicae.  Vxdietad.
1685.  8.  *

Christo.  Sandii  hiblĩotheca  Antitrinitariorum.  Freistad.  1684.
8.  besonders  bie  dieleiben  beigedruckte  verschiedene  kleine  Traktate."
  «

12.  Livlaͤndische  Höndel  wächrend  Sigismund

Augusts  Regierung.  Der  Heermeister  des  Schwerd-Brüder-Ordens,
  der  sich  hier  in  seinem  Ordens-Eigenthum
  gegen  die  Russen  nicht  behaupten  konnte,  überließ  endlich
  ganz  Lioland  dem  Könige  von  Polen  als  Großherzog  von
Litthauen;  nur  Curland  und  Semgallien  behielt  sich  Gotthard
Kettler  für  sich  und  seine  männlichen  Erben  unter  Polnischer