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170)  41.  Leider  eröffnete  aber  Kön.  Augusts  III.  Tod
Oct,  eine  Reihe  von  Schicksalen,  die,  so  vielversprechend  der  Anfang
  schien,  der  ganzen  Nation  und  durch  sie  dem  ganzen
Europa  recht  fühlbar  machen  mußte,  was  einem  Volk  geschehen
  könne,  das  durch  Mangel  von  Cultur  allen  Gemeinsinn
  und  politischen  Charakter  verloren.  Welchen  härtnäckigen
  Kampf  —  möchte  man  voll  Ahnung  fragen  —  wie
viele  große  Schlachten  muß  es  gewiß  gekostet  haben,
bis  sich  eine  Nation,  die  aus  lauter  Edelleuten  bestund,  von
ihren  Nachbarn  mit  recht  verachtender  Willkühr  behandeln,
und  endlich  zu  einer  wahren  politischen  Zernichtung  herabsetzen
  ließ?  Und  wenn  man  am  Ende  hört,  daß  es  nicht  eine
Belagerung  und  nichteine  Hauptschlacht  gekostet  habe,  so  muß
man  zuletzt  doch  dem,  unverkennbaren  Factum  glauben,  was
der  Adel  ohne  Cultur  sey,  selbst  wenn  es  ihm  auch  gar  nicht
an  hohem  persönlichem  Muthe  fehlt.
(Joubert)  histoire  des  revolutions  de  Pologne  (1703.75.)  Tom.
I.  II.  Varsovie  1674  3.  ein  Buch,  dem  man  bei  aller  Sorgfalt
  des  Verf.  doch  überall  ansieht,  daß  es  zu  frühe  geschrieben
worden.  Der  Verf.  wußte  nicht  genug  von  den  Planen  der
Hauptparthien.
Mably  Oeurres  T.  I-IV.  Paris.  1789.  8.  enthält  treffende  Critiken
  über  Polen.
2.  Stanislaus  August  aus  dem  Hause  Poniatowski
12:64  vird  gewählt;  Russische  Truppen  entschieden  die  Wahl.
Cpi.  Ooch  härte  wohl  die  Nation  auch  bei  einer  böllig  freien
Wahl  keinen  würdigeren  Piasten  gefunden,  und  auch  ohne
russische  Truppen  wäre  gewiß  die  Parthie,  die  für  einen  Piasten
  war,  immer  die  stärkste  gewesen,  denn  Sachsen  hatte
kein  Geld,  und  Frankreich  hatte  kein  Geld,  und  an  einen  Oe—
sterreichischen  Prinzen  wurde  nicht  einmal  gedacht.
Gewiß  ließ  sich  viel  Gutes  von  der  neuen  Regierung