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hoffen,  und  zum  Guten,  was  Hoffnung  unterhalten  konnte,
geboͤrte  auch,  daß  der  neue  König  lerst  32  Jahre  alt  war.
Gleich  bei  der  ersten  großen  Staatsangelegenheit,  die  vorkam,
  bewies  er  eine  Mäößigung  und  Weisheir,  die  der  wilde
Factionengeist  seiner  Gegner  mehr  für  Schwäche  als  für  Philosophie
  halten  mochte.

43.  Gerechte  und  sehr  gemäßigte  Bitten  der  Dissidenten.
Sie  verlangten  nicht  alle  die  Rechte  wieder,  die  sie  seit  1777.
auf  eine  hochst  unbillige  Weise  verloren,  sondern  suchten  nur
eine  gesetzmäßige,  billig  firirte  Religsonsfreiheit;  die  Zeloten
aber  wollten  den  Dissidentischen  Adel  wie  Schutzjuden  behandelt
  wissen.  Doch  weil  der  Geist  des  Zeitalters,  der  endlich
auch  in  Polen  siegen  mußte,  jenen  Wüönschen  sehr  günstig
war,  der  Russische,  Preußische,  Englische  und  Dänische  Gesandte
  intercedirten,  der  König  selbst  und  viele  der  Großen
fast  geneigt  sich  erklärten,  so  schien  endlich  nach  lang  erlittenem
  Druck  ihre  gute  Stunde  gekommen  zu  seyn.  Alles  aber
zernichtete  der  wüthende  Eifer  des  B.  Soltyk  von  Cracau.

Ob  es  wirklich  Religionseifer  gewesen?  ist  eine  überflüssige
  Frage.  Schon  bei  der  Kdnigswahl  war  es  nicht  nach
seinem  Sinne  gegangen,  er  hatte  sich  damals  für  die  Sächsische
  Parthie  erklärt.  Nun  aber  wollte  er  die  Gelegenheit
nicht  versäumen,  eben  der  Parthie  wehe  zu  thun,  die  auf
dem  Wahltage  gesiegt  hatte,  und  je  leichter  der  Russische  Gesandte
  Repnin  auch  den  gelassensten  Mann  aufbringen  konnte,
  je  tobender  wurde  dieser  Zelote.  Er  hoffte  auf  Oesterreichische
  Unterstützung,  und  der  päbstliche  Nuncius  war  sein
treuester  Gehülfe.

Aa.  Auch  dem  Russischen  Gesandten  war  es  offenbar
nicht  sowohl  um  die  Dissidenten=  Sache  zu  thun,  als  um
Wirksamkeit  und  um  kraftvolles  Mitsprechen  bei  allen  Ange-