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und  Mithelden,  hielt  aber  doch  alle  fortdaurend  mit  großer
Kraft  zu  einem  Staat  zusammen.

Er  ist  der  Stifter  einer  großen  Monarchie  geworden,
und  der  Ahnherr  eines  hohen  Färstenhauses,  dessen  Mannsstamm
  bis  1508.  geblüht  hat.

4.  Wie  auch  Ruriks  Sohn  Ighor  bei  seines  Vaters
Tode  zum  Chef  noch  zu  jung  war,  so  trat  der  Vetter  Oleg  879
an  die  Spitze,  und  zog  von  Novgorod  aus  mit  seinen  Leuten
  nach  Suͤden.  Er  zog  am  Dnepr  hinab,  uͤberwand  überall
  die  alten  Slavischen  Einwohner  des  Landes,  und  überwand
  selbst  seine  Landsleute,  die  sich  unter  den  Slaven  zu
Kiew  ein  eigenes  Fürstenthum  gebildet  hatten.  Hier  wurde
nun  auch  der  Hauptsitz  des  entstehenden  neuen  Reichs.

Der  siegreiche  Held  drang  endlich  bis  vor  Constantinopel.
  Die  Byzantiner  hatten  große  Ursache,  vor  diesem
Feinde  mehr  zu  zittern,  als  vor  allen  übrigen,  die  je  der
Kaiserstadt  gedroht  hatten.  Denn  nie  noch  war  Constantinopel
  von  einem  Feind  angegriffen  worden,  der,  wie  dieser,
auf  dem  Meere  eben  so  einheimisch  war,  als  zu  Lande.
Die  schwachen  Griechen  mußten  sich  loskaufen,  und  schloßen
  demäthig  Friedens-Tractate,  damit  bei  dem  vielfachen
Verkehre,  das  vom  Duepr  her  nach  dem  schwarzen  Meere
gieng,  des  Streits  so  wenig  als  möglich  werde.

5.  Auch  blieb  noch  selbst  ein  volles  Jahrhundert  lang
nach  Rurik  ihr  alter  Normann-Muth,  ihr  Glück  und  Unternehmungs-Geist
  völlig  ungeschwächt;  die  Kraft  des  ersten
Geschlechts  war  selbst  im  Sohne  des  Urenkels  noch  nicht  erstorben,
  und  wie  Rurik  so  auch  seine  Nachfolger  scheinen
die  Kunst  herrlich  verstanden  zu  haben,  das  Volk,  das  sie
erst  selbst  überwunden  hatten,  zu  trefflichen  Soldaten  zu.