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bilden.  Slaven  und  Finnen  von  Normännern  angeführt
schienen  unüberwindlich  zu  seyn.

6.  Nur  schade,  daß  man  nicht  genau  anzeigen  kann,
wie  und  wie  frühe  Normänner  als  die  Herrscher  und  Eroberer,
  und  Slaven  als  die  beherrschte  und  eroberte,  zu
einer  Nation  zusammengeschmolzen.  Sprachen  und  Sitten
des  überwundenen  Volbs  triumphirten  völlig,  weil  die  Anzahl
  der  Ueberwinder  verhältnißmäßig  gar  zu  geringe  war,
auch  Sprache  und  Sitten  des  cultivirteren  Volks,  das  unstreitig
  die  Slaven  gewesen,  leicht  über  Sprache  und  Sitten
der  roheren  Nation  siegen,  und  der  Normann  mit  dem  Slavenvolk
  frühe  darch  Heurathen  sich  verband.  Denn  wahrscheinlich
  war  schon  Olga,  die  Ruriks  Sohn  Ighor  heurathete,
  von  Slavischem  Stamme.

Auch  in  der  ganzen  Nationalverfassung,  zu  der  sich  das
gemischte  Volk  bildete,  war  und  blieb  überall  Slaoische
Weise.  Es  „ward  hier  kein  Lehen-System,  wie  in  Iralien
und  Frankreich,  und  wie  der  Normann  Wilhelm  auch  nach
England  hinüberbrachte.  Denn  was  hier  Lehen  hieß,  war
und  blieb  kaum  ein  kennbarer,  schwacher  Anfang  dessen,
was  sich  in  Ftalien,  Frankreich  und  England  zum  wahren
Systeme  des  Staats  ausgebildet  hatte.  Vielleicht  machte
schon  die  erste  Anlage  der  Eroberungen  selbst,  vielleicht  auch
die  Beschaffenheit  des  Landes  —  Entstehung  eines  solchen
Systems  unmdglich.

955  7.  Olga  wird  zu  Constantinopel  getauft,  aber
erst  ihr  Enkel  Wladimir  der  Große  nahm  endlich  Gemahlinn
  und  Christliche  Religion  von  Constantinopel.

Zwar  war  auch  schon,  ehe  Olga  sich  taufen  ließ,  der
Christianismus  am  Onepr  hinauf  ins  Slavenland  einge-